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FCC zwingt US-Provider zu "Bill Shock"-Warnungen

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat sich mit den führenden US-Mobilfunkbetreibern auf die Einführung neuer Richtlinien bei sogenannten "Bill Shocks" geeinigt. Kunden, deren Rechnungen aus dem Ruder zu laufen drohen, erhalten künftig eine Warnung.

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Die unabhängige US-Regulierungsbehörde für den Telekommunikationssektor, Federal Communications Commission (FCC), hat sich gegenüber führenden US-Mobilfunkbetreibern mit ihrem Anliegen durchgesetzt, Verbraucher rechtzeitig vor dem Auflaufen ungewöhnlich hoher Rechnungsbeträge zu warnen. Die vier größten Provider, Verizon, AT&T, Sprint, und T-Mobile, erklärten sich nach Androhung regulatorischer Maßnahmen zur Umsetzung entsprechender Richtlinien innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate bereit, berichtet das US-Onlinemagazin "Ars Technica".

Per Daten-Roaming in die Kostenfalle

Demnach sollen Kunden künftig rechtzeitig automatisch informiert werden, bevor sie in die Kostenfalle tappen. Zuvor hatten Hunderte Mobilfunknutzer bei der FCC nach einem solchen "Bill Shock" Beschwerde eingereicht. Häufigste Ursachen waren dabei die Überschreitung des monatlichen Inklusivvolumens oder hohe Roaming-Gebühren bei der Auslandsnutzung mobiler Internetverbindungen.

In einem 2010 bekannt gewordenen Extrembeispiel belief sich die abschließende Rechnungssumme laut "Ars Technica" in der Folge auf rund 68.000 Dollar. Ein Jahr zuvor sollte etwa ein anderer US-Nutzer 62.000 Dollar für das Herunterladen eines Films in seinem Mexiko-Urlaub zahlen; später wurde der Betrag aus Kulanz auf "lediglich" 17.000 Dollar reduziert. Aus Sicht der Anbieter besteht trotz der Wiederholung solcher Fälle kein Handlungsbedarf. Diese standen bisher auf dem Standpunkt, der SIM-Karteninhaber sei selbst für die Kontrolle möglicher Kosten verantwortlich.

Regulierung bislang nur ausgesetzt

Die FCC verwies demgegenüber auf die Häufigkeit derartiger Vorkommnisse. Bis zu 30 Millionen US-Bürger hätten nach Schätzungen der Behörde bereits einmal eine unerwartet hohe Monatsrechnung erhalten. Sollten die Mobilfunkunternehmen ihre Zusagen daher nicht wie vereinbart umsetzen, werde der ausgesetzte Regulierungsprozess umgehend wieder aufgenommen, so die FCC. Eine Kontrolle soll in enger Zusammenarbeit mit der US-Verbraucherschutzorganisation Consumers Union erfolgen.

In der Europäischen Union (EU) gelten hingegen zumindest für Roaming-Gebühren bereits seit Sommer 2007 fest definierte Obergrenzen, die seitdem kontinuierlich weiter abgesenkt wurden. Bis 2015 sollen diese nach Plänen der Kommission nahezu komplett wegfallen. Im Juli 2010 trat zudem ein EU-Kostenschutz-Mechanismus für mobiles Internet in Kraft, der Verbindungen im Ausland bei Erreichen eines Rechnungsbetrages von 50 Euro plus Mehrwertsteuer automatisch unterbricht und den "Bill Shock" für europäische Verbraucher so auf ein erträgliches Maß reduziert.

(Christian Wolf)

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