News

Facebook-Party: Lehrling soll 230.000 Euro zahlen

Für den Aufruf zu einer illegalen Facebook-Party in einem Freibad in Konstanz soll ein Lehrling nun mit mehr als 200.000 Euro für durch Polizeieinsatz und Sachbeschädigungen entstandene Kosten einstehen.

Facebook © Facebook

Für den Aufruf zu einer Facebook-Party in einem Konstanzer Freibad soll ein Lehrling insgesamt 227.052 Euro zahlen. In dieser Höhe habe er Gebührenbescheide erhalten, sagte der 20-Jährige der "Bild am Sonntag". "Wenn ich jetzt diese Beträge sehe, wird mir schlecht."

"Die Kosten fordern wir zurück"

Auslöser war wohl Übermut: "Ich war mal als Gast auf anderen illegalen Facebook-Partys und dachte immer: Da geht noch mehr. Das kannst du noch besser machen." Ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart sagte der Zeitung: "Die Kosten werden wir selbstverständlich gemäß der Gebührenordnung des Landes einfordern." Die Einladung zu dem später von der Stadt verbotenen Fest Anfang Juli hatte rund 12.000 Menschen erreicht.

In einem Brief des Amtsgerichts, den das Blatt abgedruckt hat, heißt es, der Betroffene habe wiederholt zu der Party Anfang Juli aufgerufen. Bei der Veranstaltung sei es zu Sachbeschädigungen, Körperverletzungen sowie zu Übergriffen auf Polizeibeamte gekommen. "Durch den Aufruf sind der Stadt Konstanz und der Polizei Kosten von über 200.000 Euro entstanden." Diese müsse der Lehrling als Verursacher bezahlen. Es ist dabei nicht das erste Mal, dass der Initiator einer Facebook-Party kräftig zur Kasse gebeten wird: In einem anderen Fall Anfang Juli summierten sich allein die Personalkosten für den Einsatz von 300 Polizisten auf über 100.000 Euro.

(Christian Wolf)

Quelle: DPA

Kommentieren Community
Zum Seitenanfang