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Drogenbeauftragte warnt vor Internet-Sucht

Im Oktober soll sich die Jahrestagung der Drogenbeauftragten mit dem Problem befassen, kündigte Dyckmans am Dienstag in der Klinik Schweriner See an.

Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung schlägt Internet-Alarm: Bundesweit sind nach Angaben von Mechthild Dyckmans 560.000 Menschen zwischen 14 und 64 Jahren internetabhängig. Bei weiteren 2,5 Millionen sei der Umgang mit dem Netz problematisch. Wirklich neu sind diese Zahlen allerdings nicht, da sie auch schon anlässlich der Vorstellung einer Studie vor knapp einem Jahr kommuniziert wurden. Anders ausgedrückt: die Tendenz ist nicht stark steigend.

Problem kommt auf die Tagesordnung

Im Oktober soll sich die Jahrestagung der Drogenbeauftragten mit dem Problem befassen, kündigte Dyckmans am Dienstag in der Klinik Schweriner See an. Die Klinik für Suchtmedizin ist eine von zwei Einrichtungen bundesweit, die sich intensiv mit pathologischer Internetnutzung beschäftigen. In diesem Jahr habe die Klinik 50 computersüchtige Patienten, vor zehn Jahren sei es einer gewesen, sagte Chefarzt Thomas Fischer. Die Patienten seien zu 90 Prozent junge Männer, das Durchschnittsalter liege bei 30 Jahren.

Die Drogenbeauftragte Dyckmans hält den Trend für besorgniserregend. Die vorhandenen Suchtberatungsstellen seien noch nicht in der Lage, Computer-Süchtige ausreichend zu beraten, sie bräuchten dafür eine spezielle Ausbildung, betonte sie.

(Hayo Lücke)

Quelle: DPA

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