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Deutsche Autokäufer sind offenbar Webmuffel

Wenn's ums Heilige Blechle geht, sind die Deutschen konservativ. Auch begeisterte Web-Shopper gehen lieber ins Autohaus statt ins Internet. Und dafür gibt es Gründe.

Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die meisten Autofahrer in Deutschland verlassen sich beim Kauf eines neuen Wagens noch immer lieber auf ihren Autohändler als auf das Internet. Das ergab eine am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens Capgemini.

Studie: Jeder Dritte kauft künftig im Netz

Nur jeder Dritte will demnach sein nächstes Auto im Netz kaufen. Auch bei der Beratung setzen die Autofahrer vor allem auf das Autohaus, für fast 60 Prozent der Befragten sind die Händler nach wie vor die wichtigste Informationsquelle.

Damit zeigen sich die Autokäufer in Deutschland in Sachen Internet deutlich skeptischer als in einigen anderen Ländern. So wollen zum Beispiel der Studie zufolge 67 Prozent der Autokäufer in Brasilien beim nächsten Mal im Netz zuschlagen, in Indien sind es 53 und in China 57 Prozent.

Die Autofahrer in Deutschland bemängelten vor allem, dass es beim Internet-Kauf keine Möglichkeiten für eine Testfahrt gebe und Produkt- und Preisinformationen oft unvollständig seien, teilte Capgemini mit. Das überzeugendste Argument für einen Online-Kauf ist am ehesten noch der Preis: 46 Prozent der Befragten gaben erwartete Rabatte als wichtigsten Vorteil an.

Für die Studie wurden 8.000 Menschen in mehreren Ländern online befragt, die innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Auto kaufen oder leasen wollen. In Deutschland beteiligten sich nach Angaben von Capgemini 1.000 Autofahrer.

(Dorothee Monreal)

Quelle: DPA

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