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Das Warten hat ein Ende: die PSP kommt

Morgen startet in Europa der Verkauf von Sonys Playstation Portable. Das Interesse an der tragbaren Spielekonsole ist riesig.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com
Das Warten hat für die Fans der interaktiven Unterhaltung endlich ein Ende: Morgen bringt Sony seine neue mobile Videospielekonsole PSP ("Playstation Portable") auch in Europa auf den Markt. In Japan und den USA grassiert bereits seit Monaten das PSP-Fieber. Dort ist das kleine Technik-Wunderwerk bereits seit Dezember 2004 beziehungsweise seit März erhältlich. Mehr als fünf Millionen der tragbaren Konsolen hat Sony inzwischen weltweit verkauft.

Nahende Revolution

Nicht weniger als eine "Revolution im Bereich der mobilen Unterhaltung" verspricht der japanische Konzern. Mit der PSP kann der Nutzer nicht nur spielen, sondern auch Musik im MP3-Format hören und aktuelle Filme sowie Fotos unterwegs ansehen. Zudem erlaubt die PSP das kabellose Surfen im Internet. Diese Kombination sei weltweit einzigartig, sagt Philippe Sauze vom Spieleanbieter Electronic Arts. "Deshalb ist dies eine sehr wichtige Markteinführung für Videospiele." Die PSP kommt zu einem europaweit einheitlichen Preis von 249 Euro in den Verkauf.

In Deutschland ist die Vorfreude groß. Auf der größten europäischen Messe für Computer- und Videospiele, der "Games Convention" vor knapp zwei Wochen in Leipzig, war der Andrang am Sony-Stand groß. Viele der mehr als 130.000 Messebesucher nutzten die Gelegenheit, den neuen elektronischen Zeitvertreib vor der offziellen Markteinführung zu testen. "Tragbare Videospiele mit einer hohen Grafik-Qualität erobern nun auch die Westentaschen der Gamer und Multimedia-Freunde", sagt der Geschäftsführer von Sony Entertainment Deutschland, Uwe Bassendowski.


Fotos: onlinekosten.de


Konkurrenz das Fürchten lehren

Mit der Mini-Konsole plant Sony den Angriff auf den japanischen Konkurrenten Nintendo, der mit seinem Nintendo DS ("Dual Screen") bislang den Markt für mobile elektronische Spielgeräte beherrscht. Mit großem Erfolg hatte Nintendo im März das tragbare Gerät mit den zwei Bildschirmen auf den Markt gebracht. In Europa gingen 1,3 Millionen dieser Konsolen über den Ladentisch, weltweit 6,65 Millionen. Sony will sich nun von diesem lukrativen Geschäft eine große Scheibe abschneiden. Ursprünglich sollte die PSP auch in Europa schon im März in den Geschäften zu haben sein. Doch dann musste Sony nach eigenen Angaben wegen der gewaltigen Nachfrage in Japan und den USA seine Pläne ändern. Bei der Einführung der Playstation 2 war das Unternehmen vor einigen Jahren heftig kritisiert worden, weil es die weltweite Nachfrage beim Verkaufsstart nicht erfüllen konnte.

Nicht nur Schattenseiten

Die Verzögerung der Markteinführung in Europa hat für die Spielefans aber auch ihr Gutes. So kommt die PSP mit einer verbesserten Software, die insbesondere die Navigation im Internet und das Herunterladen von Trailern für Spiele und Filme vereinfacht, in die Geschäfte. Ein Kritikpunkt ist für Experten die schwache Batterie, die schon nach drei Stunden leer ist.

Zahlreiche Händler in Europa wollen bereits in der Nacht zu Donnerstag ihre Geschäfte öffnen, um den erwarteten Ansturm bewältigen zu können und Szenen wie beim Verkaufsstart in Japan zu verhindern. Da hatten sich lange Schlangen vor den Elektronikläden gebildet, teilweise warteten mehr als 300 Menschen bei Temperaturen von gerade einmal sieben Grad auf die Öffnung der Geschäfte. Zum Verkaufsstart in Deutschland plant unter anderem ein großes Spielzeuggeschäft in Köln ein mitternächtliches Event mit DJ's und viel Action.

Schon getestet

onlinekosten.de hat die PSP schon einige Wochen vor der Einführung umfangreich getestet. Unseren ausführlichen Testbericht finden Sie hier.

(Hayo Lücke)

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