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Das Handy im Kinderzimmer ist heute Alltag

Vergangene Woche warnten Forscher davor, Kindern ein Handy in die Hand zu geben, da Gesundheitskisiken nicht explizit ausgeschlossen werden könnten. Doch die Realität sieht bereits ganz anders aus: Ein Drittel aller Achtjährigen telefoniert mobil.

SMS© TristanBM / Fotolia.com
Als vergangene Woche die Ergebnisse einer internationalen Studie über Gesundheitsrisiken beim Mobiltelefonieren veröffentlicht wurden, war die Verwirrung groß. Zunächst gaben die Wissenschaftler Entwarnung – schränkten dann aber ihr Urteil mit dem Hinweis ein, dass die Einwirkung der Strahlung vor allem bei Kindern und Jugendlichen noch nicht ausreichend erforscht sei. Ihr Ratschlag: Kinder unter zwölf Jahren sollten sich generell fern vom Handy halten. Doch in der Realität sieht es ganz anders aus…

Anhaltender Trend

Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" durch die Vorabveröffentlichung einer neuen Umfrage des Marktforschungsinstituts IconKids & Youth erfuhr, telefonieren heute bereits mehr als zwei Drittel der Zehn- bis Elfjährigen und ein Drittel der Acht- bis Neunjährigen mobil. Grund für diese Entwicklung sehen die Analysten in dem Bedürfnis berufstätiger Eltern, ihren Nachwuchs stets erreichen zu können – insbesondere gelte dies für Eltern, deren Kinder Ganztagsschulen besuchen. Das Mobiltelefon im Kinderzimmer sei ein Trend, der sich laut Studie weiter fortsetzen wird: "In Deutschland werden auch die Jüngeren in den kommenden Jahren zunehmend eigene Handys besitzen", wird Ingo Barlovic, Marktforscher bei IconKids & Youth, zitiert.

Langfristige Risiken noch nicht geklärt

Auch das Bundesamt für Strahlungsschutz, das in einem zehnjährigen Untersuchungszeitraum zwar keine eindeutigen gesundheitlichen Auswirkungen von schnurlosen Telefonen und Basisstationen nachweisen konnte, hatte jüngst davor gewarnt, Kindern ein Handy in die Hand zu geben: ein langfristiges Gesundheitsrisiko hätte bei dieser Personengruppe bislang noch nicht explizit ausgeschlossen werden können.

(André Vatter)

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