CES-Highlights

CES 2016 im Rückblick: Elektromobile, virtuelle Realität und Riesen-Drohne

Die Elektronikmesse CES hat ihre Tore geschlossen. In Las Vegas waren in diesem Jahr sowohl neue Trends als auch Kuriositäten zu sehen.

CES Logo 2016Die CES in Las Vegas ist am Samstag zu Ende gegangen.© Consumer Technology Association

Las Vegas - Die weltgrößten Technik-Show CES in Las Vegas platzte mit rund 3.600 Ausstellern aus allen Nähten. Manche Neuheiten zeigen Trends auf und können das Geschäft von Branchen verändern, andere sind eher Kuriositäten. Eine Auswahl von der CES 2016:

Autoindustrie zeigt auf der CES Flagge

ELEKTROAUTOS: Jahrzehntelang war die CES eine reine Elektronik-Messe mit Fernsehern und Hausgeräten, inzwischen wird sie immer mehr zur Autoshow. Dieses Jahr standen Elektrofahrzeuge auf dem Programm. VW zeigte das leicht am Design der alten Transporter angelehnte Konzeptauto «BUDD-e», das über das Internet auch mit Hausgeräten kommunizieren soll. Die Opel-Mutter General Motors enthüllte den fertigen Chevrolet Bolt, der in den USA 30.000 Dollar kosten soll. Und das geheimniskrämerische Startup Faraday Future zeigte den Supersportwagen-Prototypen "FFZERO1", der viele an das Batmobil erinnerte.

VIRTUELLE REALITÄT: Die 3D-Brillen, mit denen man in virtuelle Realität eintauchen kann, sind allgegenwärtig auf der CES 2016. Der inzwischen zu Facebook gehörende Pionier Oculus startete zur Messe die Vorbestellungen für seine VR-Brille Rift und bekamen die meiste Aufmerksamkeit, auch wenn der Preis höher als von vielen erwartet ausfiel. Am Oculus-Stand warteten Besucher stundenlang auf eine Demonstration. Außerdem war mit dem Virtuix Omni eine Art "Laufstall" zu sehen, in dem sich Gamer mit VR-Brille auf dem Kopf sicher auf der Stelle bewegen sollen.

Ehang 184: Drohne zum Personentransport

PASSAGIER-DROHNE: Drohnen gibt es jedes Jahr viele zu sehen auf der CES - aber das chinesische Fluggerät Ehang 184 hebt sich definitiv von der Masse ab. Sie ist so groß, dass sie einen Passagier transportieren kann. Die Drohne soll automatisch fliegen und kann den Entwicklern zufolge gut 20 Minuten in der Luft bleiben. Bisher verkauft Ehang allerdings nur eine konventionelles kleine Verbraucher-Drohne.

ANALOG-COMEBACK: Während Sony und Panasonic mit Rückenwind des Vinyl-Booms neue Plattenspieler nach Las Vegas mitbrachen, will Kodak noch eine andere alte Technik wiederbeleben: Kameras mit Super-8-Film. Während die meisten Smartphones inzwischen HD-Videos aufnehmen und schneiden können, hofft Kodak auf den Nostalgie-Charme. Die Kassetten mit 15 Metern Film sollen zur Entwicklung an Kodak geschickt werden. Als Kompromiss mit der Zeit hat die Kamera statt eines Suchers ein Display wie alle anderen auch. Kodak war hart vom Niedergang der klassischen Fotografie getroffen worden, schlitterte in die Insolvenz und startete als verkleinerte Firma neu.

Internet der Dinge wird konkret

SMART HOME: Bislang war das "Internet der Dinge" häufig nur ein abstraktes Schlagwort. Auf der CES waren in diesem Jahr aber etliche konkrete Anwendungen für das vernetzte Zuhause zu sehen, darunter auch von Ausstellern aus Deutschland wie Bosch, DoorBird, Elgato und Elektrobit. Die smarten Komponenten - von der Heizung bis hin zur vernetzten Kaffeemaschine - werden über eine App oder durch Spracheingaben auf dem Smartphone gesteuert, weil viele vernetzte Geräte gar keinen Bildschirm haben, auf dem man Befehle eingeben könnte.

FERNSEHER: Bei den neuen TV-Geräte kommt es nicht mehr alleine auf die besonders hohe Auflösung (Ultra-HD) an, sondern auch auf andere Kriterien wie High Dynamic Range (HDR). Die TV-Panels produzieren dabei mehr Licht und stellen eine größere Farbpalette dar. Für diese Verbesserung von Kontrast und Farbtreue hat die Branche auf der CES auch ein neues Label für Geräte und Inhalte vorgestellt, nämlich "Ultra HD Premium".

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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