Messeneuheiten

CeBIT: Telekom will bei Cloud, Netzen und Sicherheit angreifen

Die Telekom zeigt sich kurz vor der Eröffnung der CeBIT offensiv. In Hannover will der Bonner Konzern neue Lösungen rund um Cloud, Netze und Sicherheit präsentieren. Unter anderem wird der Startschuss für die "Open Telekom Cloud" erfolgen, auch eine erste Schutzlösung aus der neuen Produktreihe "Magenta Security" wird vorgestellt.

Telekom© Deutsche Telekom AG

Hannover – Wenige Tage vor der Eröffnung der CeBIT gab die Deutsche Telekom (www.telekom.de) im Rahmen einer Pressekonferenz einen Ausblick auf ihre Messeneuheiten. Sowohl beim Thema Cloud als auch bei Netzen und Sicherheit will die Telekom offensiv vorangehen. "In allen drei Feldern greifen wir als Telekom auf breiter Front an" verspricht Telekom-Vorstand und T Systems-Chef Reinhard Clemens. Die weitere Digitalisierung werde insbesondere bei Geschäftskunden erfolgen. "Die zweite Hälfte der Digitalisierung gehört uns", so Clemens weiter.

"Open Telekom Cloud" startet

Zum CeBIT-Beginn erfolgt der Startschuss für die "Open Telekom Cloud". Dabei handelt es sich um ein Public-Cloud-Angebot, dass Kunden sowohl maßgeschneiderte Private-Cloud-Lösungen als auch Infrastruktur, Software und Anwendungen kostengünstig über das Internet bereitstellen soll. Damit sei der Cloud-Baukasten der Telekom nun komplett. Neuer Partner für die "Open Telekom Cloud" werde SAP, der erste Kunde werde das Kernforschungszentrum CERN sein.

Hohe Nachfrage nach German Cloud - Ausbau des Standortes Biere

Die Nachfrage nach einer German Cloud und deutschem Datenschutz sei riesig. Im vergangenen Jahr hat die Telekom 1,3 Milliarden Euro mit Cloud-Leistungen umgesetzt – ein Anstieg um 30 Prozent. Besonders beim Mittelstand sieht der Bonner Konzern einen Nachholbedarf bei sicheren Cloud-Lösungen. Den Standort Biere bei Magdeburg wird die Telekom zu einem European Data Hub, einer Datenschaltzentrale ausbauen. An diesem Standort seien gleich mehrere führende Cloud-Anbieter vertreten. Die Telekom investiert bis 2018 einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau von Biere 2, der Baubeginn soll noch 2016 erfolgen. Damit würde Biere zum Fort Knox für Daten. Nach Fertigstellung von Biere 2 würden 150 Prozent mehr Kapazität bereitstehen, weitere Ausbaustufen seien bei entsprechender Nachfrage denkbar. Die Telekom will bis 2018 der führende Anbieter auf dem europäischen Cloud-Markt werden.

Telekom bietet die weltweit beste LTE-Versorgung

Im Hinblick auf die LTE-Versorgung profitiert die Telekom von Kooperationen. Der Bonner Konzern ist Mitglied in der europäischen Mobilfunkallianz Freemove. Zusammen mit T-Mobile USA kann der Telekom-Konzern in rund 100 Ländern rund um den Globus LTE bereitstellen. Damit biete das Unternehmen nach eigenen Angaben die beste 4G-Versorgung weltweit. LTE mit bis zu 300 Mbit/s stellt die Telekom ab Sommer 2016 für BMW ConnectedDrive zur Verfügung. BWM könne dann auf ein gemanagtes Mobilfunknetz für 60 Länder mit einheitlichem Service der Telekom zugreifen.

Auch im Festnetz soll es dank der Ende Februar vorgestellten Festnetz-Allianz ngena (Next Generation Enterprise Network Allicance) Fortschritte geben. Gespräche mit Netzbetreibern und Kunden würden auf Hochtouren laufen. Das Prinzip der Allianz: Starke Anbieter teilen sich ihr Netz. Innerhalb von Tagen statt früher Wochen könnten Kunden über ngena weltweite Netze bereitgestellt werden.

Magenta Security startet mit "Internet Protect Pro" als erstem Produkt

Schließlich legt der Bonner Konzern auch einen Fokus auf Sicherheit. Zusammen mit dem amerikanischen Hersteller Zscaler vermarktet die Telekom die Sicherheitslösung "Internet Protect Pro". Damit werde zugleich der Startschuss für die neue Produktreihe "Magenta Security" gegeben. "Internet Protect Pro" soll sowohl Privat- als auch Firmenkunden ein nach Bedarf zusammengestelltes Schutzschild aus dem Netz bieten. Die Echtzeitlösung zum Schutz gegen Schadcode, Cyberangriffe und Datenverlust werde über die Cloud weltweit angeboten, die Installation von eigener Soft- und Hardware sei nicht erforderlich.

Jörg Schamberg

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