Deutscher Datenschutz gewährleistet

CeBIT: "Open Telekom Cloud" gestartet - IT-Ressourcen für Unternehmen aus der Cloud

Die Deutsche Telekom hat die "Open Telekom Cloud" an den Start gebracht. Das neue Cloud-Angebot ermöglicht Unternehmen mit wenigen Mausklicks die Online-Buchung von IT-Infrastruktur aus der Cloud.

Telekom MagentaCloudZur CeBIT-Eröffnung am 14. März ging auch die "Open Telekom Cloud" an den Start.© Deutsche Telekom AG

Hannover – In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Telekom (www.telekom.de) die "Open Telekom Cloud" bereits angekündigt, am Montag ging das neue Produkt des Bonner Konzerns dann live. Damit bietet die Telekom in Kooperation mit Huawei eine Public Cloud, eine öffentliche Cloud für Unternehmen an. Mit wenigen Klicks sollen Firmen flexibel verfügbare IT-Ressourcen aus der Public Cloud kombiniert mit dem strengen deutschen Datenschutz buchen können. Ein virtueller Linux-Server wird nach Unternehmensangaben für weniger als 12 Cent pro Stunde angeboten.

Cloud-Dienste in wenigen Schritten über das Internet bestellbar

"Damit ergänzen wir unser bisheriges Angebot von Private-Cloud-Diensten entscheidend um eine Cloud, die einfach über das öffentliche Internet verfügbar ist", erläuterte Telekom-Vorstand Tim Höttges auf der Cebit. Die Telekom will mit diesem und weiteren Cloud-Produkten zum führenden Anbieter für Cloud-Services für Geschäftskunden in Europa werden. Bislang seien in diesem Marktsegment vor allem amerikanische Wettbewerber tätig.

Der chinesische Technologiekonzern Huawei steuert Hardware- und Lösungskompetenz bei, die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems ist verantwortlich für Rechenzentrum, Netz, den Betrieb sowie das Cloud-Management. SAP werde der erste Partner für die Open Telekom Cloud sein. Nach Ansicht des Marktanalysten Andreas Zilch vom Analystenhaus PAC sei die Kombination aus kostengünstigem Angebot und deutscher Rechtssicherheit "derzeit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal".

Die Architektur der öffentlichen Cloud basiere auf der Open-Source-Plattform Open Stack. Die Dienste der "Open Telekom Cloud" sollen schrittweise ausgebaut werden. Zum Start werde sich zunächst IT-Infrastruktur per Mausklick buchen lassen. Bereits innerhalb von Minuten soll diese dann verfügbar sein.

IT-Infrastruktur kostengünstig aus der Cloud nutzen

Hinsichtlich der möglichen Kosten für die Nutzung der "Open Telekom Cloud" gibt das Unternehmen zwei Preisbeispiele an. Eine virtuelle Maschine mit Windows Server mit zwei vCPUs und zwei GB RAM soll weniger als 17 Cent pro Stunde kosten. Bei Wahl von Open Linux mit zwei vCPUs und acht GB RAM werden 12 Cent pro Stunde berechnet.

Für die "Open Telekom Cloud" werde das Rechenzentrum in Biere in Sachsen-Anhalt genutzt. Im Magdeburg gibt es zudem ein Zwillings-Rechenzentrum. In den beiden Rechenzentren sei fast das gesamte Ökosystem von Technologie- und Software-Partnern der Telekom untergebracht. Dadurch könnten verschiedene Clouds auf "kurzem Weg" miteinander verbunden werden.

Bis Ende 2018 plant die Telekom eine Verdoppelung ihres Umsatzes mit der Cloud für Geschäftskunden.

Jörg Schamberg

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