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BUGLAS Jahresbilanz 2014: FttH/B-Glasfaseranschlüsse für weitere 220.000 Haushalte

Die im Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) zusammengeschlossenen Unternehmen haben 2014 weitere 220.000 Haushalte mit Glasfaser erschlossen. Insgesamt stellen die BUGLAS-Unternehmen rund 90 Prozent der knapp 1,6 Millionen FttB/H-Anschlüsse in Deutschland.

DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Das Jahr 2014 geht zu Ende, entsprechend zog der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) im Rahmen seines Jahreskongresses in Niederkassel Bilanz über den bislang erreichten Glasfaserausbau in Deutschland. Die in dem Verband organisierten Unternehmen haben 2014 laut einer aktuellen Ausbauumfrage weitere 220.000 Haushalte direkt mit Glasfaser angeschlossen.

BUGLAS-Unternehmen bieten Highspeed-Internet für über 2,1 Millionen Haushalte

Damit stellen die BUGLAS-Unternehmen aktuell insgesamt 1,42 Millionen Haushalten einen Glasfaseranschluss zur Verfügung, entweder ins Haus (FttB) oder direkt in die Wohnung (FttH). Weiteren 710.000 Haushalten werden schnelle Internetanschlüsse mit VDSL-Speed von bis zu 50 Mbit/s angeboten, wenn sich direkte Glasfaseranschlüsse wirtschaftlich vor Ort nicht realisieren lassen. Zu diesem Zweck erschließen die Unternehmen Kabelverzweiger oder TV-Breitbandkabelnetze per Glasfaser. Somit könnten über 2,1 Millionen Haushalte bei Bedarf auf Highspeed-Internet zugreifen.

Ausblick auf Glasfaserausbau im Jahr 2015

Der Glasfaserausbau soll 2015 weiter vorangetrieben werden. Weitere 270.000 Haushalte sollen per FttB/H von Mindestgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s profitieren. Rund 300.000 Haushalten soll der Zugriff auf mindestens 50 Mbit/s schnelle Internetanschlüsse ermöglicht werden. "Die im BUGLAS organisierten Unternehmen glauben nicht nur fest an einen möglichst flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland", so BUGLAS-Präsident Jens Prautzsch, "sie sind auch seine wesentlichen Treiber. Mit zum Jahresende über 1,4 Millionen direkt mit Glasfaser angeschlossenen Haushalten haben sie rund 90 Prozent aller knapp 1,6 Millionen FttB/H-Anschlüsse in Deutschland realisiert."

Kritik äußerte Prautzsch an dem fehlenden "visionären Weitblick" der Politik für eine zukunftsfähige Breitbandversorgung. Statt das "Big Picture" im Auge zu haben, verliere sich die Politik eher im klein-klein. Es müsse bereits heute über das für das Jahr 2018 formulierte Breitbandziel hinausgedacht werden. Die flächendeckende Versorgung aller Haushalte mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s sei bis zu diesem Zeitpunkt zwar vielleicht erreichbar. Der Ansatz sei laut Pratusch aber "deutlich zu kurz gesprungen" für den Aufbau einer "langfristig tragfähigen und nachhaltigen Telekommunikationsinfrastruktur".

(Jörg Schamberg)

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