Zahlen zum aktuellen Glasfaserausbau

BREKO Breitband Kompass: Glasfaserausbau vor allem durch lokale und regionale Netzbetreiber

Der Branchenverband BREKO hat die fünfte Auflage des "BREKO Breitband Kompass" veröffentlicht, der aktuelle Zahlen zum Glasfaserausbau enthält und zahlreiche Ausbauprojekte vorstellt. Bis 2018 wollen die in dem Verband organisierten Netzbetreiber die Zahl der Glasfaseranschlüsse auf 4,2 Millionen steigern.

BREKO© BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.

Berlin – Bis 2025 soll ein Gigabit-Glasfasernetz in Deutschland entstehen. So sieht es zumindest das Papier "Digitale Strategie 2025" vor, das Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Montag im Rahmen der CeBIT in Hannover vorgelegt hat. Doch wie sieht der aktuelle Stand des Glasfaserausbaus in Deutschland aus? Der Branchenverband BREKO hat am Mittwoch den neuen, 140 Seiten starken "BREKO Breitband Kompass 2016/2017" veröffentlicht, der unter anderem aktuelle Glasfaser-Ausbauprojekte der mehr als 130 in dem Verband organisierten Netzbetreiber vorstellt. Außerdem finden sich darin auch Zahlen rund um das Thema Breitband. Die diesjährige, bereits fünfte Auflage des "BREKO Breitband Kompass" steht unter dem Motto "Glasfaserausbau – Made in Germany".

2,65 Millionen FTTB-/FTTH-Anschlüsse in Deutschland

Die alternativen Netzbetreiber stemmen demnach laut Stand von Mitte 2015 hierzulande über 80 Prozent des Glasfaserausbaus per FTTB bzw. FTTH. Aktuell gibt es rund 2,65 Millionen FTTB-/FTTH-Anschlüsse in Deutschland. Davon seien die BREKO-Carrier mit 1,28 Millionen für knapp die Hälfte der direkten Glasfaseranschlüsse verantwortlich. Bis 2018 haben die BREKO-Netzbetreiber ehrgeizige Pläne: Die Zahl der Glasfaseranschlüsse soll dann auf 4,2 Millionen steigen. Der Anteil an der Gesamtzahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland, rund 30,1 Millionen Mitte 2015, ist dann aber immer noch vergleichsweise gering. Für 2025 prognostizieren die Experten des WIK eine Bandbreitennachfrage von 1 Gbit/s im Download und 600 Mbit/s im Upload.

"Für den BREKO gilt: Beim Ausbau von hochleistungsfähigen, ultraschnellen Glasfasernetzen sind insbesondere lokale und regionale Netzbetreiber starke Partner für Städte und Kommunen“, sagt BREKO-Präsident Norbert Westfal. "Dies gilt sowohl in Ballungsräumen als auch strukturschwachen Gebieten – so treiben wir die Digitalisierung zum Wohle von Menschen und Unternehmen in unserem Land wirksam voran. Das ist Glasfaserausbau ‚Made in Germany‘!", ergänzt BREKO-Vizepräsident Johannes Pruchnow.

Jörg Schamberg

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