Markt scheint gesättigt

Branchenverband: Smartphone-Markt wird 2016 in Deutschland nicht mehr wachsen

Wie der Branchenverband gfu mitteilt, hat der Absatz von Smartphones in Deutschland offenbar seinen Höhepunkt erreicht. 2015 lag das Wachstum bereits bei mageren 4 Prozent, im Schnitt gaben die Deutschen 392 Euro für ein Smartphone aus.

Smartphone© Guido Vrola / Fotolia.com

Berlin/Nürnberg - Der deutsche Markt für Smartphones wird im laufenden Jahr nicht mehr wachsen. Die Branche rechnet mit einem Absatz von erneut rund 25 Millionen Geräten wie im Vorjahr, berichtete der Branchenverband gfu am Montag in Frankfurt. Schon 2015 war die Zahl der Smartphones nur noch um vier Prozent gewachsen, wobei allerdings der Durchschnittspreis nach oben ging.

392 Euro pro Smartphone

Im Schnitt gaben die Konsumenten pro Smartphone 392 Euro und damit gut sieben Prozent mehr aus als im Jahr zuvor, berichtet der Verband aus seiner Marktanalyse. Der Umsatz in diesem Segment kletterte 2015 um 11,4 Prozent auf gut 9,8 Milliarden Euro. Ein Preiseinbruch durch asiatische Billig-Konkurrenz sei bislang nicht absehbar, erklärte der gfu-Vorsitzende Hans-Joachim Kamp. Smartphones blieben weiterhin ein Statussymbol.

Der Umsatz mit Unterhaltungsgeräte-Elektronik insgesamt blieb 2015 dank eines starken vierten Quartals im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die klassische Unterhaltungselektronik verzeichnete ein Minus um 5,3 Prozent. Der Rückgang sei größer als erwartet ausgefallen, sagte Kamp. Insgesamt wurde demnach ein Umsatzvolumen von 27,4 Milliarden Euro erreicht.

TV-Geräte-Hersteller setzen auf Fußball-EM

Die einzelnen Segmente schnitten sehr unterschiedlich ab. So legte der Markt mit privat genutzten Telekommunikationsprodukten um 10,1 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro zu. Es ist damit das größte Segment des gesamten Umsatzvolumens der Branche. Für das laufende Jahr erwarte die Branche wieder eine Stabilisierung des Marktes, sagte Kamp. Wegen der anstehenden Fußball-EM erwarten vor allem die TV-Geräte-Hersteller wieder ein Anziehen des Geschäfts.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang