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BITKOM: 29 Millionen Deutsche surfen per UMTS

Mobiles Surfen wird in Deutschland immer beliebter. Nach schwierigen Anfangsjahren boomt UMTS laut Hightech-Verband BITKOM derzeit, auch aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets. Im Vergleich mit UMTS wird der LTE-Ausbau erheblich schneller vorangetrieben.

Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Fast 29 Millionen Deutsche surften Ende des vergangenen Jahres mobil per UMTS im Internet. Innerhalb eines Jahres legte die Zahl der Nutzer des mobilen Internets um 7,4 Millionen zu, ein Anstieg um 35 Prozent und damit das stärkste Wachstum seit Einführung des UMTS-Standards vor mehr als zehn Jahren. "Das mobile Surfen ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen", erläutert Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbandes BITKOM, aktuelle Daten der Bundesnetzagentur rund um die mobile Internetnutzung.

Datenvolumen steigt um 42 Prozent

Der UMTS-Boom setzt sich damit fort. Nutzer können per UMTS mit bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) mobil im weltweiten Netz surfen. Der UMTS-Nachfolgestandard LTE erlaubt aktuell Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s. Die zunehmende Beliebtheit des mobilen Internets zeigt sich auch im drastischen Anstieg des mobil übertragenen Datenvolumens. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der mobile Datentraffic 2011 um 42 Prozent von 65 Millionen auf rund 93 Millionen Gigabyte.

In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend auch wegen der zunehmenden Verbreitung von internetfähigen Smartphones und Tablets noch beschleunigen. Der schwedische Mobilfunkkonzern Ericsson erwartet drei Milliarden Smartphone-Nutzer weltweit im Jahr 2017, im vergangenen Jahr lag die Zahl der Nutzer solcher internetfähiger Mobiltelefone erst bei 700 Millionen. Laut einer BITKOM-Umfrage von Anfang Januar besitzt mit 34 Prozent bereits jeder dritte Deutsche ein Smartphone, bei den unter 30-Jährigen nutzt sogar jeder Zweite ein solches Mobiltelefon. Hierzulande gibt es rund 115 Millionen Mobilfunkverträge, 88 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahre besitzen mindestens ein Handy.

Mobiles Internet: Vom zögerlichen UMTS-Anfang zum schnellen LTE-Netzausbau

Dabei hatte das mobile Internet sich nach der im Sommer 2000 erfolgten Versteigerung der UMTS-Mobilfunkfrequenzen, bei der der Bund umgerechnet rund 50,8 Milliarden Euro erlöste, zunächst nur zögerlich entwickelt. Fünf Jahre nach der Auktion wurden erst 2,4 Millionen UMTS-Nutzer gezählt. Die im Mai 2010 beendete Frequenzauktion der Digitalen Dividende brachte 4,4 Milliarden Euro an Erlösen. Angeboten wurden Frequenzen, die wichtig für den Aufbau der LTE-Netze waren. Im Vergleich mit UMTS wurde der LTE-Ausbau schneller vorangetrieben. Innerhalb von zwei Jahren nach Ende der Frequenz-Auktion können technisch bereits rund 15 Millionen Haushalte auf LTE zugreifen.

(Jörg Schamberg)

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