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Bestätigt: Premiere ist tot, es lebe Sky

Ab Juli wird Premiere mit dem Markennamen Sky auf Sendung geben. Die Premiere AG soll in Sky Deutschland AG umbenannt werden - vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung.

Sky © Sky Deutschland
Lange wurde gemunkelt und spekuliert, nun ist es offiziell: der führende deutsche Pay-TV-Sender wird von Premiere in Sky umbenannt. Das hat der Vorstand der Premiere AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, teilte der Sender am Donnerstag in München mit. Der neue Markenauftritt startet im Juli dieses Jahres - sowohl in Deutschland als auch in Österreich.

Preisdetails Anfang Juni

Details zur neuen Preis- und Angebots-Struktur wurden noch nicht verraten. Dazu möchte sich Premiere erst Anfang Juni äußern. Heute stehen zunächst die negativen Quartalszahlen im Fokus der Öffentlichkeit. Fest steht aber schon jetzt, dass auch das Ende der Premiere AG so gut wie besiegelt ist. Sollten die Premiere-Aktionäre auf einer Hauptversammlung ihre Zustimmung geben, wird der Name der Gesellschaft in Sky Deutschland AG geändert.

Damit sorgt die mehrheitlich an Premiere beteiligte News Corporation für ein einheitliches Bild ihrer Pay-TV-Flaggschiffe. In Großbritannien ist News Corp mit BskyB aktiv. Außerdem agiert der Konzern dort mit den Kabel-Sendern Sky News und Sky Sports. In Italien tritt man unter dem Namen Sky Italia auf. Schon hier hatte Premiere-Chef Mark Williams vor seinem Wechsel nach Deutschland einen radikalen Wandel in der Programmstruktur vollzogen.

Die Aufgabe des Markennamens Premiere hat aber auch finanzielle Auswirkungen. Im zweiten Quartal muss der Wert der Marke Premiere vollständig abgeschrieben werden. Dadurch vermindere sich das Nettoergebnis nach Konzernangaben zwischen April und Juni um gut 256 Millionen Euro, so Premiere.

Keine Änderungen für Bestandskunden

Für Premiere-Bestandskunden soll sich derweil nichts ändern. Sie werden aber die Möglichkeit haben, auf das neue Angebot zu wechseln. Ziel sei es, den Kunden "ein ganz neues Fernseherlebnis zu bieten", zeigt sich Premiere-Chef Williams überzeugt und ergänzt: "Unsere Kunden können sich auf weitere Verbesserungen in den kommenden Monaten und Jahren freuen."

(Hayo Lücke)

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