Bei einem neuen eBay-Betrugsfall wurden Bieter um 280.000 Euro geprellt, während die eBay-Sicherheitsabteilung trotz vielerlei Hinweise der Bieter nicht reagierte.
Elektronikhändler
So wurden unter fünf verschiedenen Accounts teure Elektronikartikel angeboten - leider nur per Vorkasse-Überweisung. Dies schreckte jedoch viele eBay-Nutzer nicht vom Bieten ab.
Und wie schon in der Vergangenheit wurde die ersteigerte Ware nach der Zahlung durch die Kunden nicht ausgeliefert. Das erste Anzeichen für einen Betrüger, negative Wertungen, existierte jedoch nicht. Durch den Verkauf von kleineren Artikeln wurden die Accounts zunächst mit positiven Wertungen gefüttert.
Frühzeitig gemeldet
Einigen Nutzern fiel jedoch auf, dass die fünf Accounts zur gegenseitigen Steigerung der Gebote genutzt wurden. Bei einer genaueren Analyse haben einige Nutzer sodann festgestellt, dass die Accounts mit dem Verkauf Modeschmuck eine positive Bewertung erhalten haben - und nun Elektronikartikel verkaufen.
Dies wurde der eBay-Sicherheitsabteilung mit allen weiteren notwendigen Einzelheiten mehrmals gemeldet, sogar weit vor dem Ende der ersten Elektronikauktionen. Trotzdem hat eBay nur mit Standardantworten reagiert, in denen behauptet wurde, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden konnten.
Inzwischen bestätigt eBay das Vorliegen eines Betrugsfalls und ist kurz davor, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Im Sicherheits-Forum von eBay gibt es indes lange Diskussionen über den Fall. Vorerst können geschädigte Nutzer sich lediglich an die eBay-Betrugsversicherung wenden. Diese zahlt jedoch maximal einen Betrag von 200 Euro aus.