onlinekosten meint:
Mal Hand auf's Herz, die Herren Politiker: Wann haben Sie übers Internet das letzte mal Radio gehört? Oder eines dieser völlig unscharfen Kurzfilmchen im Briefmarkenformat aus dem ARD-Angebot heruntergeladen? Dass die GEZ fürs Fernsehen und Radio zur Kasse bittet, können wir ja noch ansatzweise nachvollziehen: Bei Rund 20-30 Fernsehkanälen stellen die öffentlich-rechtlichen Anstalten je nach Region ca. ein Viertel des Angebotes. Auch brauchen wir wohl weiterhin eine seriöse Alternative zur Sinnentleertheit der debil geschminkten RTLII-News.
Aber welchen Prozentanteil haben die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten am Gesamtangebot des Internets? Und sind, wie von Tauss gefordert, "gewaltfreie Inhalte" nicht auch auf Millionen von anderen Seiten zu haben? Selbst wer weder Fernsehen noch Radio besitzt, aber einen internetfähigen Rechner, soll ab 2004 aufs GEZ-Konto zahlen, nur weil er damit eben öffentlich-rechtliche Inhalte empfangen kann.
Die Idee ist schlichtweg hahnebüchen, das perfide Element in ihr ist das "kann". Schließlich, so ein Sprecher des Verbandes Elektroindustrie, "käme doch auch niemand auf die Idee, Flugzeuge mit einer Kfz-Steuer zu belegen, nur weil man grundsätzlich damit auch über eine Fahrbahn rollen kann".