Nach dem Willen des stellvertretende Generalstaatsanwalt drohnt den Nutzern von Tauschbörsen schon bald eine Gefängnisstrafe.
Kopierwerk Internet
So bezeichnete der stellvertretende Generalstaatsanwalt John Malcolm das Internet als "weltgrößtes Kopiermaschine", die eine Strafverfolgung der Nutzer notwendig macht.
Er stützt sich dabei auf ein voll Bill Clinton erlassenes Gesetz, wonach das Verbreiten von Raubkopien ein Verbrechen ist, wenn der Wert der Raubkopien 1000 Dollar übersteigt. Die rechtliche Folge bei einem Verstoß ist eine Gefängnisstrafe von 1 bis 5 Jahren.
Durchsetzungsmöglichkeit
Tatsächlich ist Malcolm für diesen Bereich der Verbrechensverfolgung verantwortlich, er leitet im Justizministerium die Abteilung für Copyright-Verletzungen. Die Musikindustrie stellt sich daher hinter den Vorschlag Malcolms.
Problematisch wäre jedoch eine Durchsetzung des Gesetzes, denn dann wären 70 Millionen US-Bürger von einer Gefängnisstrafe bedroht. Malcolm hat daher sich bislang nicht dazu geäußert, wann er mit der Durchsetzung des Gesetzes beginnen möchte.
Besonders heikel an der Sache ist zudem, dass über internationale Kooperationsverträge das Gesetz auch vor Ausländern keinen Halt macht. Malcolm könnte also tatsächlich versuchen, alle Tauschbörsennutzer der westlichen Welt mit dem Gesetz zu kriminalisieren.