Schon seit 2000 schwelt vor den US-amerikanischen Gerichten ein Patentstreit zwischen Adobe und Macromedia. Jetzt haben sich die beiden Hersteller von Multimedia-Software außergerichtlich geeinigt und ihren Patentstreit beigelegt. Die genauen Konditionen der Einigungen teilten die beiden Unternehmen allerdings nicht mit. Zumindest sollen sie für die jeweiligen Softwareprodukte und damit auch für die Kunden ohne Folgen bleiben.
Warum streitet man sich?
Zuerst wollte Adobe Geld von Macromedia. Im August 2000 beschuldigte der Photoshop-Hersteller den Konkurrenten, in seinen Programmen schwebende Palettenmenüs zu benutzen – für diese besitzt Adobe ein Patent. Als Gegenschlag beschuldigte Macromedia danach Adobe ähnlicher Patentnutzungen, zum Beispiel der Verletzung dreier Macromedia-Patente durch Adobe-Illustrator.
Es kam wie es kommen musste – zwei verschiedene Gerichte urteilten über die Fälle und sprachen jeweils den Beklagten schuldig. Im einen Fall solle Macromedia 2,8 Millionen Dollar zahlen, im anderen Fall wurde Adobe zur Zahlung eines Schadenersatzes von 4,8 Millionen Dollar verurteilt.
Sven Wagenhöfer