Bis zum Jahresende möchte Creative eine eigene Serie von Grafikkarten für Spieler auf Basis des neuen 3DLabs-Chips P10 auf den Markt bringen. Die hierzu benötigte Technik hat man in Form des Unternehmens 3DLabs im März dieses Jahres gekauft.
Schnell?
Der P10 ist als völlig neu konzipierter Prozessor besonders interessant, denn er ist mehr eine CPU als eine GPU und emuliert in seinem Kern die Funktionen einer GPU. Sollte dies gut und schnell funktionieren, so dürfte er an Flexibilität in den Bereichen Programmierbarkeit und Erweiterbarkeit kaum zu übertreffen sein.
Daher kann man noch nicht abschätzen, wie schnell die Creative-Boards sein werden. Eine interessante Alternative zu ATI und NVIDIA könnten sie jedoch werden, da 3DLabs sich beispielsweise für OpenGL 2.0 in der Vergangenheit sehr stark gemacht hat und man daher von dazu kompatiblen Chips ausgehen kann.
ATI und NVIDIA
Und so ändert sich der Markt, denn noch vor einigen Monaten konnte man sich lediglich zwischen ATI und NVIDIA entscheiden, nun gibt es auch noch Matrox und Creative. ATI und NVIDIA müssen sich daher mehr und mehr anstrengen, um der Konkurrenz keine große Chance zu geben, auf den Markt zu kommen.
Besonders gut könnte dies mit dem R300 von ATI gelingen. Die Karte soll laut neusten Schätzungen bis zu 15.000 Punkte in 3DMark2001 SE schaffen und damit die bisherigen Grafikcontroller um einige tausend Punkte in den Schatten stellen.