Montag, 03.06.2002 18:01

Im Test: Profi-Webeditor Macromedia HomeSite 5

aus dem Bereich Computer

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Wer heutzutage eine Website entwickeln will, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder er greift zu einem WYSIWYG-Editor (What you see is what you get), der die einzelnen Seitenelemente per einfachem Drag und Drop auf der Bildschirmfläche platziert, aber dafür nicht immer den schnellsten und besten Code generiert. Vor allem für Entwickler, die auch mit Serverseitigen Programmiersprachen wie PHP arbeiten, bietet sich allerdings die zweite Möglichkeit an: komfortable Texteditoren, die durch Wizards einige Arbeit abnehmen und doch die volle Kontrolle über den Code erlauben.

Für Profis?

Zur letzteren Sparte gehört HomeSite, das bis zu den Versionen mit der Nummer 4 aus dem Hause Allaire kam. Durch eine Fusion mit Macromedia im letzten Jahr erscheint das neue HomeSite 5.0 jetzt unter dem Label der Firma, die hauptsächlich durch ihren Flash-Player bekannt geworden ist. Vor allem unter Profis hat HomeSite 5 einen Namen – und das zurecht.

Gleich zu Beginn fällt sehr positiv die aufgeräumte Oberfläche auf, die schnellen Zugriff auf die vielfältigen Funktionen des Programms erlaubt und dennoch genug Platz für die Ansicht des eigentlichen Codes lässt. Praktisch ist vor allem die Multifunktionsleiste am linken Rand – dort lassen sich sowohl Verzeichnisinhalte (in der neuen Version von zwei verschiedenen Verzeichnissen), eine Projektübersicht, Hilfeseiten sowie alle Attribute des momentan gewählten Tags darstellen.

WYSIWYN

Auch wenn der vom Entwickler Nick Bradbury getaufte WYSIWYN-Editor (What you See is what you need) auf den ersten Blick spartanisch erscheint, so hat er sowohl für Profis als auch für Anfänger einiges zu bieten. Verschiedene Assistenten nehmen die Erstellung von Tabellen oder Frames auf sich und gehen so auch dem Anfänger zur Hand. Auch beim Einfügen der einzelnen HTML-Tags per Menü werden dem Neuling verschiedene Hilfestellungen angeboten – die der Profi einfach ignorieren kann und nicht erst deaktivieren muss.

Eine für viele Einsteiger nützliche Funktion aus den 4er-Versionen wurde allerdings entfernt. Mittels eines OCX-Moduls von Microsoft war es dort noch möglich, in geringem Umfang HomeSite auch für die Zusammenstellung der Seiten per Drag&Drop zu nutzen. Fehlerfrei und sauber war diese Option allerdings nie, deshalb dürfte ihre Entfernung wohl die wenigsten Nutzer stören – und WYSIWYG-Nutzer zu Dreamweaver aus dem gleichen Hause treiben.

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