Der Matrox Parhelia 512 bringt neuen Schwung ins 3D-Grafikgeschäft. Schon
seit einigen Grafikkarten-Jahren ist es still geworden um einen Pionier der
Branche: Matrox. Mäßige Gamerkarten der G4/5xx Serie brachten keinen Schwung
in das von NVIDIA dominierte Gebiet. Sprach man vor einiger Zeit noch vom
möglichen Ende von Matrox, scheint man in Canada noch gerade so die Kurve zu
bekommen, in dem man mit einem Holzhammer durch die High-End-Bereiche rennen
möchte.
Denn anders kann man den Parhelia genannten Chip respektive das Chipdesign
nicht nennen.
Daten und Fakten
Der Parhelia Chip ist eine reine 512 But GPU, die Konkurrenz bietet hier
"nur" 256 Bit Architektur, und besteht aus 80 Millionen Transistoren.
Er soll bei der Serienfertigung im 0,15µm Prozeß hergestellt werden.
Bei der Feststellung der Leistung spielt die Anbindung des Grafikspeichers
eine wesentliche Rolle. Matrox geht mit einem 256-Bit Speicherinterface neue
Wege. Der Marktführer nVIDIA ebenso wie der Mitbewerber ATI warten hier mit
einem 128 Bit Interface, als Schnittstelle zwischen Grafikprozessor und
Grafikspeicher, auf. Mit maximal 256 MB Grafikspeichers hat Matrox hier auch
weit und breit die besten Karten. AGP 8x bietet bisher auf dem Papier nur eine
neu angekündigte SiS Xabre Grafikkarte, die nicht in die Leistungsdimensionen
vordringen kann.
Der Parhelia wird DirectX 8.1 und Open GL 1.3 unterstützen und aktuelle wie
auch die kommende Spielegeneration in optimaler Qualität darstellen können.
Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung dieses Grafikprozessors lag nicht nur bei
der Geschwindigkeit, sondern auch bei der erreichten Bildqualität in
2D-Anwendungen wie auch bei 3D- Spielen.