Palm und Handspring sind zwar mit ihren PalmOS-PDAs derzeit erfolgreich, auf Dauer sollen es beide Firmen jedoch schwer haben. Gerade das Fehlen von Komplettlösungen für die drahtlose Kommunikation wird die Firmen in die Knie zwingen, so eine neue Studie.
Geld und Macht
Die Analysten der dänischen Firma Strand Consult sehen für die beiden Firmen nur die Existenz in der Nische PDAs, auf das große Geld können die PDA-Produzenten nicht hoffen.
Hierzu fehlt ihnen die Anbindung an die drahtlose Welt. Microsoft hat mit der Phone-Edition von WindowsCE erst kürzlich es ermöglicht, dass man PDAs und Smartphones mit kleinen Abmessungen bauen kann, die gleichzeitig sich mit dem Internet verbinden können und als Handy dienen.
Daneben gibt es noch die Firma Symbian, basierend auf dem Betriebssystem EPOC, die an Firmen wie Nokia oder Sony-Ericsson Lizenzen verkaufen konnte. Da bleibt für Palm und Handspring wenig Platz.
Geld machts
Denn die Analysten gehen davon aus, dass Microsoft auf dem Gebiet der PDAs mit Telefonfunktion dank der Kapitalmacht sich durchsetzen wird. Für die Richtigkeit dieser Annahme spricht, dass mit der Einführung des neuen WinCEs für Smartphones direkt duzende Lösungen vorgestellt wurden - alle basierend auf Microsofts Betriebssystem und nicht auf PalmOS.
Auf der anderen Seite haben die Lizenznehmer von Symbian EPOC eine enorme Menge Handys bereits verkauft. 10 Millionen PDAs verkaufen Handspring und Palm, auf der Handy-Seite werden 410 Millionen Geräte verkauft. Die Marktmacht drückt also auch hier die beiden PDA-Firmen weg.
PDAs als Nischenprodukt
Laut den Analysten wird es daher Smartphones und PDAs basierend auf WindowsCE und auf Symbian EPOC als konkurrierende Standards geben. Schon 2002 sollen die Verkaufszahlen der Smartphones höher sein als die Zahlen verkaufter PDAs von Palm und Handspring.
Für PalmOS ist daher kein Platz auf dem Markt, jedenfalls nicht in einer drahtlosen Zukunft. Als Nischenprodukt Terminplaner könnte PalmOS daher auch weiterhin überleben, nicht jedoch als Standard in einer Welt kleiner, drahtloser Kommunikationsgeräte - jedenfalls laut den dänischen Analysten.