Mit dem Ende der Open Source Seite endet auch ein Kapitel von Corel, bei dem versucht wurde, Linux zu kommerzialisieren.
Ohne weitere Begründung tauchte auf der Seite opensource.corel.com der schlichte Hinweis auf, dass die Seite zum 1.März geschlossen wird. Eine Stellungnahme gibt es hierfür seitens Corel nicht.
Richtungswechsel
Schaut man sich jedoch die Entwicklung der letzten Monate an, so ist eindeutig zu sehen, warum die Seite geschlossen wird. Nach dem Scheitern von Corel Linux konzentriert sich das Unternehmen wieder verstärkt auf die Kernbereiche.
Anscheinend hat man den Glauben an Open Source, freie Entwicklergemeinden und Linux relativ stark verloren, fortan wird Windows wohl wieder das Betriebssystem sein, für das Corel hauptsächlich entwickelt.
Denn dort fährt Corel noch immer relativ gut, Corel Draw oder auch Wordperfect werden von vielen Leuten geschätzt, auch wenn man die frühere Vormachtstellung inzwischen mit vielen anderen Herstellern wie Adobe teilen muss.
Linux ganz weg?
So ganz wird dabei Linux nicht aus dem Corel Produktportfolio verschwinden, Wordperfect Office und Corel Draw sollen als Linux-Version erscheinen.
Trotzdem hat sich der CEO von Corel, Derek Burney, in einem offenen Brief für die Trennung von Linux ausgesprochen. Bis auf einen kleinen Anteil wird man sich von der Linux-Sparte fast vollständig trennen. Bestes Beispiel hierfür war die Abstoßung von Corel Linux vor einigen Monaten.