Vor dem Landgericht Münster wird nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" einer der spektakulärsten Prozesse um illegalen Arzneimittelhandel über das Internet aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft habe drei Männer im Alter von 53 bis 67 Jahren angeklagt, die fast zwei Jahre lang mehrere 100.000 Plagiate des Potenzmittels Viagra nach Deutschland importiert und hier vertrieben haben sollen, meldet der "Focus".
Die blauen Viagra-Imitate stammten demnach vorwiegend aus China und enthielten einen Wirkstoff, der mit dem Original des US-Pharmakonzerns Pfizer fast identisch sei. Verdeckt arbeitende Fahnder des Bundeskriminalamtes hätten die Bande, die bei der Justiz unter dem Namen "Viagra-Connection" laufe, im Dezember 2000 gesprengt und 16.000 Potenzpillen beschlagnahmt.
Tobias Capangil
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