Dienstag, 08.01.2002 12:53

Neuer iMac, neues iBook, iPhoto - Apple innovativ

aus dem Bereich Computer

Auf der Macworld Expo führt Apple konsequent die "Cool"-Designlinie der aktuellen Produkte fort und stellt einen neuen iMac vor. Mit mehr Rechenleistung, Flachbildschirm und schickem Design soll er die Kunden fangen - ebenso wie das neue mit iBook mit 14"-Display.

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Lampendesign und viel Leistung

imactft.jpgApple nutzt für den iMac dabei ein neues Designkonzept, ein "Lampendesign". In dem Ständer der Lampe ist die normale Hardware integriert, das Display hingegen ist im Raum beweglich und kann daher auf die individuell gewünschte Höhe gebracht werden.

Der neue iMac wird in zwei Varianten, mit einem G4 700MHz und einem G4 800MHz, erhältlich sein (bislang reichte die Spanne von 500 MHz bis 700 MHz G3-Prozessoren). Dabei hört sich der MHz-Wert relativ wenig an, auf der Expo wurde jedoch gezeigt, dass der Mac zumindest in Photoshop trotz der relativ niedriger 800MHz einen P4 1,7GHz locker schlagen kann - natürlich mit unterschiedlichen Betriebssystemen.

DVDs brennen für fast alle

Neu ist auch das SuperDrive-Laufwerk, mit dem man DVDs und CDs sowohl spielen als auch brennen kann. Das Laufwerk ist somit in der Lage, neben CD-Rs / CD-RWs auch DVD-Rs zu beschreiben und dürfte daher diesen Sektor beflügeln, wodurch wohl auch der gemeine x86-PC profitieren dürfte. Leider ist dieses Laufwerk nur in den Top-Modellen des iMacs eingebaut, nicht jeder iMac-Besitzer wird also in den Genuss von DVD-Rs kommen.

Als Display nutzt Apple ein 15" TFT mit einer Auflösung von 1024x768 Punkten. Angesteuert wird das Display von einem GeForce2 MX-Chip mit 32MByte Grafikspeicher. Apple verspricht sich davon ein klares Bild und eine um den Faktor 3 gesteigerte 3D-Leistung gegenüber dem Vorgänger.

Apple positioniert das neue iMac-Modell mit all seinen Multimedia-Fähigkeiten als Lifestyle-Produkt für den Multimedia-Menschen. Dabei sieht Apple natürlich eine optimale Kombination des neuen iMacs mit anderen Produkten wie dem iPod, dem tragbaren MP3-Player.

Apple liefert den iMac mit einer umfangreichen Anschlussleiste aus. So sind am iMac bereits fünf USB-Ports sowie zwei FireWire-Ports integriert. Natürlich läuft das neue Gerät auf MacOS X und bietet zudem einen Netzwerkanschluss (10/100) sowie ein 56k-Modem.

Stolzer Preis - vor allem in Deutschland

Anfang Februar soll die Auslieferung des 800MHz Spitzenmodells beginnen, im März folgt dann das 700MHz-Modell. Das Top-Modell (800MHz G4, DVD-R/CD-RW SuperDrive-Laufwerk, 256 MB SDRAM, 60 GB Ultra ATA Festplatte und Apple Pro Lautsprecher) soll dabei stolze 2511 € kosten.

Verzichtet man auf 100MHz und 20 GByte Festplattenspeicher, so kostet das Gerät noch immer 2087 €. Erst ohne SuperDrive und mit nur 128 MByte SD-RAM durchbricht der neue iMac die 2000 € - Grenze nach Unten und kostet dann 1855 €.

Somit ist der iMac wahrlich kein Schnäppchen, auch wenn er eine recht gute Ausstattung besitzt. Übrigens bezahlt man in Deutschland besonders viel, das gleich ausgestattete iMac-Topmodell in den USA kostet umgerechnet nur ca. 2000 €, also über 500 € weniger als in Deutschland - eine nicht akzeptable Preisdifferenz.

iBook mit 14,1"-Display

ibook14.jpgAuf der MacWorld Expo wurde ebenso die beliebte iBook-Reihe um ein neues Modell mit 14,1"-TFT erweitert. Das beliebte Consumer-Modell bietet daher nun auch eine recht große Bildschirmdiagonale - jedoch ebenfalls mit einer Auflösung von nur 1024x768 Pixeln. Hersteller wie Dell zeigen, dass bei 14" auch höhere Auflösungen möglich sind.

Natürlich nutzt die aktuelle iBook-Serie das neue MacOS X. Zudem besitzt das Consumer-Notebook je nach Ausstattungsvariante ein Combi-Drive für DVDs und CDs sowie eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden.

Das iBook setzt dabei auf den G3-Prozessor. Mit 600MHz und 256 MByte SD-RAM sowie einer 20 GByte-Festplatte, 14,1" TFT-Display und einer Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden kostet das neue Spitzenmodell in Deutschland 2551 €.

Der kostengünstigste Einstieg in die iBook-Welt ist mit einem 12,1"-TFT Display, 500MHz, einer 15 GByte-Festplatte, 128MByte RAM und CD-ROM Laufwerk möglich. Mit dieser Ausstattung kostet das iBook nur 1623 €.

Doch auch der Preis des iBooks ist in Deutschland zu hoch. Rechnet man den US-Preis um, so kostet das iBook in der neuen Maximalausstattung ebenfalls nur ca. 2000 €, während man in Deutschland abermals über 500 € mehr investieren darf.

iPhoto zur Fotoverwaltung

iphoto.jpgWenigstens ein Produkt bei Apple ist kostenlos, die neue iPhoto-Software. Mit ihr ist die einfache Verwaltung kompletter Bildersammlungen möglich - natürlich inklusive Präsentation.

Mit iPhoto kann man dabei nicht nur Fotoalben anlegen, auch eine Slideshow mit weichen Übergängen und Musik, eine Präsentation als Website oder der einfache Versand der Fotos als E-Mail sind möglich. Und auch das Drucken der Fotos wird dank iPhoto vereinfacht.

"Digitalkameras revolutionieren die Art und Weise wie wir Fotos machen - iPhoto revolutioniert die Art und Weise, wie wir unsere Aufnahmen speichern, organisieren, praesentieren und geniessen", sagt Steve Jobs, CEO von Apple. "So wie iTunes und der iPod das Hoeren von Musik veraendert haben, so wird iPhoto unser Vorgehen veraendern, digitale Fotos zu sortieren und zu zeigen."

Fazit - neue Produkte, zu teuer

Apple zeigt auf der MacWorld Expo, dass man derzeit konsequent auf Produkte setzen möchte, die durch eine gute Ausstattung und vor allem ein schickes Design glänzen. Trotzdem erscheinen die neuen Produkte zu teuer, die Preise bewegen sich bereits in Regionen, die für normale Heimanwender nicht erschwinglich sind.

Vor allem die große Preisdifferenz zwischen den USA und Deutschland ist dabei ein großes Hindernis. Es ist schlichtweg nicht angebracht, dass ein US-Unternehmen meint, auf dem ausländischen Markt einen derart hohen Preis zu verlangen. Und somit dürfte Apple in Deutschland einen sehr guten Profit einfahren, jedenfalls dann, wenn die Käufer trotz dieser Preisgestaltung die neuen iMacs kaufen.
Alexander Moritz
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