Drahtlose Netzwerke, sogenannte Funk-Lans oder WLANS (Wireless local area network) sind momentan der letzte Schrei unter den Internet-Usern. Vorbei die Zeiten in denen sich ständig verheddernde Netzkabel auf oder unter dem Schreibtisch lagen, denn mit einem WLAN kann man bequem und kabellos von jedem Platz im Haus mit anderen Rechnern im eigenen Netz kommunizieren oder ins Internet gehen.
Doch wie alles hat auch diese neue Technik ihre Tücken. Denn wie die Zeitschrift COMPUTER BILD in der neuesten Ausgabe berichtet, bestehen hohe Sicherheitsrisiken bei drahtlosen Netzwerken. Diese seien vor fremden Zugriffen oft nicht ausreichend geschützt, heisst es dort. Die COMPUTER BILD sieht darin einen alarmierenden Zustand, da Funknetzwerke sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen, die mehrere Computer miteinander vernetzen wollten, genutzt würden
COMPUTER BILD-Redakteure begleiteten daher einen "Hacker" auf einer Autofahrt durch Hamburg. Der Spezialist kontaktierte mit einem tragbaren Computer, einem kostenlosen Programm aus dem Internet, einer Netzwerkkarte und einer Empfangsantenne insgesamt 19 fremde Netzwerke. Das Ergebnis war erschreckend, denn nur bei jedem dritten Funknetz war eine Verschlüsselung eingeschaltet, bei allen anderen "offenen" Netzen können Hacker relativ einfach an Daten gelangen oder kostenlos deren Internet-Zugänge nutzen.
Abhilfe soll hier das Programm Netstumbler schaffen. Betreibern von drahtlosen Netzwerken wird geraten das Programm installieren, um so eigene Schwachstellen zu entdecken.
Roland Silberschmidt