
Hans Albert Aukes, Leiter National und International Business der T-Com, gab anlässlich der Systems in München einige neue Informationen zum derzeitigen Stand des T-DSL Ausbaus als auch zu T-DSL via Satellit bekannt. Zum angestrebten Ziel, bis Sylvester zwei Millionen DSL-Anschlüsse in der Bundesrepublik zu vermarkten, sagte er: „Wir haben bereits 1,2 Millionen T-DSL Anschlüsse in Betrieb. Bis Ende 2001 streben wir deutlich über zwei Millionen T-DSL Kunden an.“
Die Telekom geht in die Luft
Soweit also nichts wirklich Neues. Interessanter waren da schon die neuen Informationen zum Projekt "DSL via Satellit". So soll noch im November ein Pilotprojekt mit 500 Testkunden anlaufen. Kunden die aufgrund der großen Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle nicht mit T-DSL versorgt werden können, aber auch Kunden, die an derzeit noch nicht T-DSL fähige Glasfasernetze angeschlossen sind - wie es vor allem in den neuen Bundesländern der Fall ist - sollen dann voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2002 auch mit 768 kbit/s durchs Netz rasen dürfen. Allerdings wird die Satellitenstrecke dabei nur bei Bedarf (z. B. Download großer Dateien oder bei Videostreaming) hinzugeschaltet. Der Zugang zum Internet erfolgt über eine gewöhnliche ISDN oder analoge Telefonleitug. Voraussetzung ist eine ASTRA-Antenne mit einem weiteren Universal LNB sowie eine DVB-Karte für den PC. Über mögliche Tarifmodelle und ob es einen Flatratetarif geben wird, wurde nichts genaueres bekannt.
Kommt sie oder kommt sie nicht, die Speedverdopplung?
Des Weiteren wurde am Rand noch über das sehr gut angelaufene Produkt für Geschäftskunden "BusinessOnline" mit 1,5 Mbit/s Downstream berichtet. Aufgrund der regen Nachfrage - auch von Privatkunden laufen derzeit Tests T-DSL ebenfalls mit 1,5 Mbit/s zu betreiben. Mit einem konkreten Angebot ist voraussichtlich nicht vor Beginn des neuen Jahres zu rechnen.
Carsten Deppermann