Lange sind die Tage seines zweifelhaften Ruhms vorbei, daher hat es der selbsternannte "König der Hacker" wohl immer öfter nötig, sich mit ebenso zweifelhaften Aktionen wieder ins Rampenlicht zu setzen. Sei es die Teilnahme an einer illegalen Auto-Wettfahrt in England, die Aussetzung von 10 Millionen US $ zur Ergreifung des Terroristen bin Ladens, oder sein unglaubwürdiges Angebot er und seine Hackertruppe wollten bei der Aufspürung von Terroristen mithelfen.
Vom Hacker zum Grossmaul
Kimble, nach eigenen Angaben zigfacher Multimillionär, braucht offenbar dringend die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit. Jetzt wurde dem Hacker-Grossmaul jedoch ganz andere Aufmerksamkeit zuteil. Mehrfach wurde seine Webseite von der Hackergruppe "Fluffy-Bunny" attackiert und mit dem Maskottchen der Gruppe, einem rosa Plüschhasen verziert. Gegenüber der Internet World verkündete Kimble jedoch großspurig, es habe sich dabei lediglich um einen Einstellungstest gehandelt, der unter seiner Aufsicht stattgefunden habe.
Das Ende einer Legende
Wie zum Hohn erfolgte die Antwort von "Fluffy-Bunny", die mit zwei weiteren Hacks auf Kimbles Seiten erfolgreich waren. Kimble wurde von der Gruppe geraten, einen Teil des auf Osama bin Ladens ausgesetzten Kopfgeldes besser in einen fähigen Sicherheitsberater zu investieren. Damit hat sich Kimble, den in der Szene sowieso niemand ernst nimmt, lächerlich gemacht und seinen Nimbus als Hackerkönig endgültig verloren. Gespannt darf man jedoch wieder auf seine Ausreden sein, denn in Bezug auf Selbstdarstellung ist und bleibt Kim Schmitz wohl wirklich ein "König". Ein Hacker ist und war er jedoch nicht.
Roland Silberschmidt