
Feierlich hat Intel auf der IFA den Europastart des neuen P4s mit 2GHz vollzogen. Dabei soll der Willamette-Prozessor der letzte seiner Art sein - mit 2GHz wird die Äre des 0,18µm-Kerns enden und zum Jahresende hin durch den 0,13µm Northwood ersetzt werden.
Dabei zeigte Intel während der Präsentation nützliche Anwendungen für den P4, der mit dem schnellsten Thunderbird-Athlon ungefähr gleichauf ist, je nach Programm (siehe c´t). Der P4 wird von Intel zusammen mit dem neuen i845 gepushed, sodass der eigene Chipsatz der Standard in vielen günstigen Systemen werden wird. Tatsächlich bieten schon heute große Ketten wie Saturn und Mediamarkt für unter 3000 DM komplette auf SD-RAM basierende P4 2GHz-Systeme an. Der P4 kostet im OEM-Markt derzeit $562, eine Preissenkung ist jedoch bereits in Aussicht.
Abseits von der Präsentation erklärte uns Ralph Büsken, Pressesprecher von Xircom, die zu Intel gehören, dass Intel tatsächlich verstärkt auf den P4 setzen wird und der PIII relativ schnell aus den Märkten verschwinden soll. Bislang konnte man dies aus den Roadmaps nur erahnen.
Mit dem neuen P4-Prozessor durchschreitet Intel das Tor zu einer neuen Generation, denn ab Ende 2001 soll der Northwood mit 2GHz und mehr das Ruder übernehmen. Dieser wird nach den Plänen von Intel der Hauptprozessor der kommenden Jahre und soll natürlich schnell drastisch in der Geschwindigkeit gesteigert werden. Und das ist dank der 0,13µm-Struktur auch durchaus möglich.
Alexander Moritz