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Nach Gewerkschaftsangaben soll vor allem in der Firmenzentrale in München der Rotstift angesetzt werden. "Wir wissen, dass die Zentrale besonders betroffen sein wird", sagte Wolfgang Müller von der IG-Metall Bayern. Dort gehe es "um rund 20 Prozent der 5000 bis 6000 Beschäftigten". In den Werken in Regensburg und Bayern müssten eher weniger als 15 Prozent der Belegschaft um ihren Job fürchten. Für das Werk in Dresden lägen der Gewerkschaft noch keine Angaben vor.
Anfang des Jahres hätten laut Müller die Arbeitnehmervertreter darauf gedrungen, für eine mögliche weitere Verschlechterung der Marktlage ein Krisen-Szenario zu erstellen. Dies sei von Schumacher abgelehnt worden. Das Unternehmen habe stattdessen 500 Mitarbeiter eingestellt, die nun teilweise wieder ihre Kündigung erhalten hätten.
Infineon will mit dem Personalabbau und weiteren Kostensenkungen etwa eine Milliarde Euro (1,95 Milliarden Mark) in den nächsten zwölf bis 18 Monaten einsparen. Ein konkreter Plan werde derzeit erarbeitet, sagte ein Infineon-Sprecher.
Infineon hatte am Montag einen Verlust für das abgelaufene Quartal von 598 Millionen Euro (1,17 Milliarden Mark) bekannt gegeben, sich aber noch nicht zu möglichen Stellenstreichungen geäußert. Nun verwies Firmenchef Schumacher darauf, dass der weltweite Halbleitermarkt im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich um schätzungweise 60 Milliarden Dollar einbrechen werde.
Nachdem sich "nach wie vor keine erkennbare Erholung am Halbleitermarkt" abzeichne, habe der Aufsichtsrat am Mittwoch "zusätzliche und umfangreiche Einschnitte" beschlossen. "Wir bedauern, dass ein Sparprogramm in dieser Dimension immer auch weltweiten Stellenabbau bedingt. Die dramatischen Marktentwicklungen und unsere daraus resultierende Geschäftslage lassen uns jedoch keine Wahl."
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- Unternehmens-Information |
- Mitteilung von Infineon (englisch) |
- Website der Deutschen Börse |



