Anzeige:
Mittwoch, 11.07.2001 12:03

SMS als Schnäppchen-Taxi

aus dem Bereich Mobilfunk

Das Rabattgesetz fällt nun endgültig. Billige Handys sind endlich wieder in (Verhandlungs-)Reichweite gerückt, denkt mancher. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Handypreise steigen ungebremst weiter. Die Händler dagegen haben das Handy als Marketinginstrument entdeckt. Werbe-SMS werden immer öfter auf deutsche Handys verschickt.

Die Kosten für eine Werbe-SMS sind auch viel geringer, als einen Prospekt per Post zu verschicken. Und dann weiß man nicht einmal, ob die Werbung nicht einfach nur neben dem Briefkasten landet. Handynummer bleiben schließlich auch nach dem Umzug dieselbe. Und wo der potentielle Kunde seine Handynummer verrät, gibt er meist noch viel mehr über sich preis. SMS-Werbung ist Zielgruppen-Werbung.

Anzeige
Gutscheine bei amazon & Co

Angeboten wird meist das Schnäppchen schlechthin. Da verschickt iobox einen 10-Mark-Gutschein, einzulösen bei amazon. Dort wird schnell eine Bettlektüre für 12 Mark rausgesucht, und für effektiv zwei Mark liegt nun der neue Schmöker am Bett. Aber auch andere Rabatte werden demnächst auf diese Weise beworben werden. Cyriac Roeding, Vicechef der Wireless Advertising Accociation (WAA), meint, das Handy sei das "natürliche Instrument, um Gutscheine und Rabattmarken zu verteilen".

Wem dagegen vorgegaukelt wird, er hätte gleich eine Reise gewonnen, sollte die Finger von der 0190er-Nummer lassen, über die er dann Näheres erfahren soll. Das ist ein garantierter Nepp. Der wird erst dann enthüllt, wenn man schon einige Minuten in der Warteschleife verbracht hat. Hier wird die Werbe-SMS tatsächlich zum Schnäppchen-Taxi: ganz schön teuer. Auch wenn die Absende-Rufnummer nicht in Deutschland liegen sollte, ist der Anbieter doch über die 0190er-Nummer zu identifizieren. Ein Anruf beim Verbraucherschutzverein sollte dem dann Abhilfe schaffen.

Peter Giesecke
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Weitere Meldungen zum Thema:
T-D1: Prämienpunkte für SMS-Werbung
 Suche

  News
Donnerstag, 23.10.2014
CSU-Chef Seehofer: "Ich schimpfe nicht über Google. Ich nutze Google"
Mittwoch, 22.10.2014
Presseverlage knicken ein: Google kann Inhalte gratis nutzen
Kaspersky-Studie: Immer mehr Malware-Attacken auf Android-Smartphones
Fitness First kauft Online-Fitnessanbieter NewMoove
Telekom-Chef warnt: Internet-Monopole saugen Wirtschaft aus
Nur jeder Vierte schützt seine Online-Passwörter
Keine Lust mehr aufs iPhone? Google erklärt den Wechsel zu Android
E-Book-Streit: Amazon einigt sich auch mit Bonnier
Größtes deutsches WLAN-Netz: Kabel Deutschland betreibt 500.000 Hotspots
Nach Angriffen: Apple gibt Sicherheitshinweis für iCloud-Nutzer
Sky Go: Technische Störung bei Bayern-Spiel verärgert Sky-Kunden
Peinliche Panne: Telekom muss Produktnamen "Samba" zurückziehen
Google-Dienste mit Störungen am Mittwochmorgen
Deutsche nutzen Videostreaming - aber nicht alle zahlen dafür
Yahoo schwimmt im Geld - Alibaba-Beteiligung bringt Milliarden
Weitere News
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs