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Freitag, 24.01.2014 17:16

Dell Venue 11 Pro im Test: Tablet mit Wechsel-Akku und Docking-Option

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Ein wechselbarer Akku - früher Standard, heutzutage eine Besonderheit: Das Dell Venue 11 Pro Tablet ab 489 Euro setzt ganz bewusst auf die Möglichkeit, den Energiespeicher einfach austauschen zu können. Praktisch, wenn die Leistung nach einigen Jahren oder bei ausdauernder Nutzung schon früher nachgelassen hat. Einen ersten Blick auf das wandelbare und durch Zubehör zum Notebook aufrüstbare Windows-8.1-Gerät konnten wir bereits im Venue 11 Pro Hands-on werfen, jetzt folgt der umfangreiche Praxistest. Dells Pläne sind ambitioniert: "Die Mobilität eines Tablets, die Leistung eines Ultrabooks und die Benutzererfahrung eines Desktop-PCs", mit diesen Worten fasst der PC-Hersteller aus den USA das Konzept zusammen. Und je nach Zusammensetzung trifft das auch zu.

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Dell Venue 11 Pro Test – Inhalt

Rückseite einfach abnehmbar

Um an den Akku zu gelangen, muss die matte, rutschfeste Gehäuserückseite abgenommen werden. Hierzu ist es lediglich nötig, sie mit dem Fingernagel anzuheben, schon lässt sich die Abdeckung entfernen. Darunter kommt dann der längliche, flache Akku zum Vorschein, der sich nach dem Lösen zweier Riegel problemlos herausnehmen lässt. Obwohl man das Venue 11 Pro ohne jegliches Werkzeug in Sekunden öffnen kann, macht es äußerlich einen soliden Eindruck. Lediglich die dünne Kunststoffrückseite gibt auf Druck nach und stößt dann an die darunterliegende Schicht. Bis auf diese verschmerzbare Kleinigkeit kann sich die Verarbeitung sehen lassen - auch im Bereich der silberfarbenen Tasten an der Seite.

Dell Venue 11 Pro Test - Akku
Mit wenigen Handgriffen und ohne jegliches Werkzeug ist das Gehäuse geöffnet und der Akku entnehmbar. Bild: onlinekosten.de

Rund 298 x 177 x 10,2 bis 15,4 Millimeter misst der etwa 772 Gramm schwere Tablet-PC. Wer sich unseren Tablet PC Vergleich anschaut, der wird feststellen, dass es rund um 10 bis 11 Zoll durchaus dünnere und leichtere Flachrechner gibt - auch aus der Windows-Welt. Aber: Das Venue 11 Pro ist immerhin 1,5 Schokoladentafeln (rund 150 Gramm) leichter als das Microsoft Surface Pro 2 (Test) und lockt im Gegensatz zu vielen Fliegengewichten mit einem USB-3.0-Port regulärer Größe.

Viele Anschlussmöglichkeiten

So kann mal eben schnell ein USB-Stick oder eine Maus angeschlossen werden, ohne zum Adapter greifen zu müssen. Ganz ohne Verkleinerungen kommt es aber nicht aus. HDMI gibt es nämlich nur im Mini-Format und auch der Kartenleser beschränkt sich auf microSD, um Daten der Handy-Speicherkarte auszulesen oder den 64 Gigabyte (GB) großen internen Speicher um 64 GB zu erweitern. Neben WLAN und Bluetooth integriert das Venue 11 Pro außerdem NFC. Über die drahtlose Schnittstelle kann der Nutzer beispielsweise Lautsprecher anschließen oder eine Verbindung zu anderen NFC-fähigen Geräten aufbauen. Eine Mobilfunkvariante ist noch nicht verfügbar, der Platz für die SIM-Karte unter der Oberfläche aber schon vorgesehen.

Zubehör: Tastatur-Dock, Tastatur-Hülle, Desktop-Dock und Stift

Dell Venue 11 Pro
Das Dell Venue 11 Pro mit der Thin-Tastatur. Bilder: onlinekosten.de

Wer sich jetzt fragt, wo aber der LAN-Anschluss bleibt, um das Venue tatsächlich am Schreibtisch nutzen zu können, der wird im Zubehörsortiment von Dell fündig. Das Desktop-Dock fügt neben einem Netzwerkausgang drei USB-3.0-Ports, HDMI und einen DisplayPort hinzu. Ganz wie Microsofts Surface lässt sich das Venue 11 Pro zudem durch passendes Zubehör zu einem kleinen Notebook umfunktionieren. Verfügbar sind zum Einen Dells Active-Stift für handschriftliche Notizen (ca. 50 Euro) und eine Schutztasche (ca. 30 Euro), zum Anderen aber auch zwei verschiedene Tastaturen inklusive Mauspad. Beide werden über einen Magnetanschluss sicher mit dem Tablet verbunden. Das günstigere Modell für 130 Euro ist besonders flach und leicht, aber dementsprechend auch mit sehr flachen Tasten bestückt. Einen höheren Hub von 1,2 bis 1,5 Millimetern verspricht die 200-Euro-Tastatur. Sie fügt auch gleichzeitig einen zweiten Akku hinzu, um die Laufzeit des Tablets weiter auszudehnen. Für unterwegs steigt dann aber das Gewicht auf Subnotebook-Ausmaße an; zusammen mit der etwa 798 Gramm schweren Tastatur hat der Nutzer dann knapp 1,6 Kilogramm zu tragen.

Praktisches, leichtes Thin-Keyboard

Dell hat uns zum Testen das leichtere Thin Travel Keyboard zukommen lassen. Wie das Tablet als Display aufgestellt wird, ist nicht wirklich selbsterklärend, ein Blick in den Info-Flyer hilft weiter: Schlicht und ergreifend einmal nach oben knicken, dann rutscht die magnetische Leiste im Prinzip automatisch an die richtige Position der Gehäuserückwand. Als Laptop aufgestellt wirkt die Konstruktion mit der Tastaturhülle auf den ersten Blick zwar wackelig, ist sie aber nicht. Wer versucht, das Tablet zum Umfallen zu bringen, der scheitert. Theoretisch könnte man das Gespann sogar auf dem Schoß im Zug benutzen. Dann macht sich allerdings störend bemerkbar, dass die Tastenfläche nicht starr, sondern recht nachgiebig ist. Auf dem Tisch merkt man davon nichts. Die flachen Tasten fordern jedenfalls Kompromissbereitschaft, Vielschreiber tippen darauf anfangs spürbar langsamer. Ein Stylus ließe sich im rückwärtigen Gummiband unterbringen.

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