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Donnerstag, 28.11.2013 16:01

HP Split 13 x2 im Test: Subnotebook und Windows-Tablet im Bundle

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Die neuen Convertibles gibt es in zahlreichen Formen: Mal lässt sich der Bildschirm mit Touch-Bedienung drehen oder herumklappen, manchmal aber auch komplett abtrennen - so wird aus einem Notebook ein Tablet-PC, der nicht die Last der Tastatureinheit mittragen muss. Genau das kann auch das 2-in-1-Gerät HP Split 13 x2 (HP Split 13-m115sg x2 PC). In erster Linie ist das 13,3-Zoll-Modell ein Notebook und verfügt daher auch über ein vielversprechendes Innenleben inklusive Intel Core-i5-Prozessor und zwei Akkus. Wie gut sich das Split in den beiden Disziplinen schlägt, zeigt unser Testbericht.

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HP Split 13 x2 Test – Inhalt

Zusammengesteckt ganz schön dick und schwer

Das Split 13 von Hewlett-Packard sieht auf den ersten Blick wie ein herkömmliches Notebook aus - aber ein für heutige Verhältnisse recht dickes Exemplar, wohlgemerkt. Zusammengeklappt ist das 2-in-1-Modell etwa 23 Millimeter (mm) hoch und damit spürbar dicker als andere aktuelle Subnotebooks, vor allem dicker als diejenigen aus der Kategorie Ultrabook. Auch das Gewicht fällt mit 2,3 Kilogramm ganz schön hoch aus, auf einen solchen Wert kommen auch schlanke 15-Zoll-Laptops. Dass das Split 13 x2 kein Leichtgewicht ist, liegt nicht nur an der stabilen Tastatur-Basis, die neben einem eigenen Akku auch alle Notebook-spezifischen Schnittstellen und nicht zuletzt eine Festplatte beherbergt. So ist auch das Touchscreen-Display, sprich, die Tablet PC-Einheit, recht schwer. Etwa 340 x 216 x 11 mm misst dieser bei einem Gewicht von rund 1 Kilogramm. Wie ein 10-Zoll-Tablet in den Händen halten kann man das HP Split demnach nicht sonderlich lange, vielmehr ist es prädestiniert für den Einsatz auf dem Schoß oder einem Tisch.

HP Split 13 x2 Test
Tablet + Dock: Das HP Split 13 x2. Bild: onlinekosten.de

Zusätzlicher Akku und Festplatte im Tastatur-Dock

Display und Tastatur-Body können im laufenden Betrieb voneinander getrennt werden, komplettes Herunterfahren von Windows ist daher nicht nötig. Aber: Bevor der Entriegelungsschalter oberhalb der Tastatur betätigt wird, sollte die Tablet-Einheit über das System ausgeworfen werden, sonst mahnt ein kleiner Hinweis über drohenden Datenverlust. Der Grund: Tablet und Tastatur beinhalten jeweils eine eigene Festplatte. Daher ist es zwar verständlich, dass das Tablet nicht ohne weiteres abgezogen kann, nervt auf die Dauer aber trotzdem. Schöner wäre ein größerer Button, eine Verlinkung im Warn-Pop-Up oder ein automatischer Rauswurf gewesen. Anschließend kann der Nutzer direkt weiterarbeiten und da Windows 8 und nicht Windows RT installiert ist, auch auf dem Tablet alle x86-Programme nutzen. Schlauerweise wird beim HP Split 13 x2 zunächst der Akku in der Tastatur geleert, bevor es dem Tablet-Akku an den Kragen geht. So bleibt der Flachrechner erst einmal unabhängig.

Die Tablet-Halterung an der Tastatur wirkt stabil, das muss sie auch sein, um das schwere Display halten zu können. Trotzdem schützt das robuste Verbindungsstück nicht gänzlich vor einem wippenden Bildschirm: Das ziemlich wuchtige Oberteil kippelt hin und her, wenn jemand gegen den Tisch stößt oder es im Zug ruckelt. Zwar hält die Konstruktion dennoch gut, aber klappt man den Touchscreen so weit es geht nach hinten, rutscht auch der Schwerpunkt in Richtung Display. Zu Hause macht das weniger aus, in öffentlichen Verkehrsmitteln sollte darauf aber geachtet werden.

HP Split 13 x2 Testbericht - Seite
Oben silberfarben, innen schwarz - HP geht einen Kompromiss aus hochwertiger Optik und günstigem Preis ein.
Bild: onlinekosten.de

Als Laptop kommt das HP Split 13 mit zwei USB-Ports und HDMI mit recht knappem Anschluss-Repertoire daher.
Bild: onlinekosten.de

Große Tastatur für Vielschreiber

Damit der Rechner rutschfest steht und sich keine Kratzer einfängt, wurden Gummifüßchen und -puffer angebracht und auch an den abgerundeten Kanten hat der Hersteller sauber gearbeitet. Dass das Gerät ein Doppelleben führt, lässt sich am Display-Deckel erkennen: Dort findet sich nicht nur - für ein Notebook doch extrem umgewöhnlich - der Ein-/Ausschalter, sondern auch eine längliche Taste zum Verstellen der Lautstärke, damit der Nutzer auch ohne die Tastatur auf die wichtigsten Funktionen zugreifen kann. Mit dem matten, silberfarbenen Gehäuse und der baubedingt sehr einzigartigen Form sieht das HP Envy 13 x2 schon hochwertig und teuer aus, leider erhält dieser Eindruck an anderer Stelle einen Dämpfer - im Bereich der Tastatur. Zwar sieht die "Inseltastatur" keineswegs schlecht aus, wirkt aber im Gesamtbild durch die schmucklose schwarze Oberfläche doch etwas weniger wertig als die Tablet-Rückseite. Auch eine Tastenbeleuchtung wird leider nicht geboten, schade, denn die Größe des Tastenfeldes erlaubt durchaus angenehmes Tippen. Andererseits muss aber auch gesagt werden, dass irgendwo gespart werden muss, wenn Notebook- und Tablet-Funktion zusammen für 899 Euro angeboten werden. Viele andere Convertibles kosten vierstellige Beträge und sind weniger gut für Vielschreiber geeignet.

Das rund 6 x 9,5 Zentimeter große Touchpad lässt sich gut bedienen und unterstützt die für Windows 8 wichtigen Gesten, wirkt aber im unteren Bereich bei unserem Testgerät ein bisschen klapperig. Insgesamt stabil ist das Split 13 jedenfalls, es gibt keine filigranen Elemente, die beim Transport in der Tasche gefährdet sein könnten. Lediglich in der Mitte lässt sich die Display-Abdeckung etwas eindrücken.

Zwei Kartenleser, zwei Kopfhörerbuchsen

Die Schnittstellen sind größtenteils seitlich an der Tastatureinheit angebracht, ganz wie bei einem "normalen" Notebook. Hier reihen sich HDMI, USB 2.0 und USB 3.0, ein SD-Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss aneinander. Am Tablet selbst ist keine USB-Peripherie, aber eine microSD-Karte und ein Kopfhörer anschließbar. Die 3,5-mm-Buchse ist etwas unglücklich positioniert, nämlich am Verbindungsstück. Wer also im Tablet-Modus Musik über Kopfhörer hört, der muss sie erst ausstöpseln, bevor er die Tastatur anstecken kann. Ein optisches Laufwerk muss man im 2-in-1-Formfaktor generell nicht suchen. Außer Acht gelassen hat HP zudem einen LAN-Port, weshalb es ohne Adapter per WLAN ins Internet geht. Dual-Band- oder 802.11ac-Unterstützung zählt nicht zum Funktionsumfang.

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