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Mittwoch, 30.10.2013 12:13

Microsoft Surface 2 im Test: Tegra-4-Tablet mit Top-Ausdauer

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Mit dem neuen Betriebssystem Windows 8 legte Microsoft im Herbst vergangenen Jahres eine eigene Tablet PC-Familie vor: das Surface. Jetzt, rund ein Jahr später, ist die zweite Generation gestartet - wieder wahlweise mit Windows RT oder Windows 8 in vollem Umfang. Wir haben beide Versionen getestet, dieser Testbericht widmet sich zunächst dem Surface 2 ab 429 Euro. Der Nachfolger des Surface RT hat zwar den Namenszusatz eingebüßt, da dieser laut Microsoft die Kunden irritiert habe, dafür aber leistungstechnisch zugelegt. Vorweg sei schon einmal verraten: Die ohnehin gute Akkulaufzeit des Vorgängers wird übertroffen.

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Surface 2 Test - Inhalt

Eine Verarbeitung, die überzeugt

Wie bereits die erste Generation steckt auch das Surface 2 in einem VaporMg-Gehäuse, das Material ist laut Microsoft etwa 70 Prozent leichter und dabei aber widerstandsfähiger als Aluminium und wird aus einer Magnesiumschmelzlegierung gewonnen. Die Festigkeit lässt sich in der Handhabung bestätigen, der Tablet-PC ist ausgesprochen stabil und darüber hinaus hervorragend verarbeitet. Auch festes Zupacken entlockt dem Gehäuse kein Knarzen, sogar der Bereich der Rückseite, in dem der integrierte Standfuß untergebracht ist und daher eigentlich anfälliger, wirkt solide. Dieser hatte sich schon beim Vorgänger bewährt: Andere Tablets benötigen dazu separates Zubehör wie faltbare Cover, das Surface kann von Haus aus schräg aufgestellt werden, zum Beispiel zum Surfen oder für Videos. Der Fuß ermöglicht nun zwei verschiedene Positionen und rastet jeweils sicher ein. Allerdings ist er beim Surface 2 mit RT nur von einer Seite aus ausklappbar, denn nur dort weist das Gehäuse eine entsprechende Ausbuchtung auf.

Microsoft Surface 2
Die zweite Surface-Generation ist seit dem 22. Oktober verfügbar - die RT-Variante (re) heißt nun schlichtweg Surface 2.
Bild: onlinekosten.de

In unserer Fotostrecke gibt es weitere Bilder zum Surface 2.

Neue, dünnere Tastaturen mit Beleuchtung

Durch die matte Oberfläche ist das hellgraue Äußere vor Fingerabdrücken sicher und außerdem rutschfest. Das Gewicht hat sich mit 676 Gramm gegenüber dem Surface 1 nicht geändert, aber dünner ist das Tablet mit 10,6 Zoll großem Display geworden - wenn auch marginal: 8,9 statt 9,4 Millimeter (mm) beschreiben nun die Dicke. Zwar gibt es durchaus leichtere Flachrechner, dennoch lässt sich das rund 275 x 173 mm große Gerät insgesamt komfortabel festhalten. Dem kommt auch entgegen, dass die Zubehörtastaturen von Microsoft schön dünn und leicht sind. Touch- und Type-Cover haben in zweiter Generation Gewicht verloren. 190 bis 255 Gramm sind die jetzt nur noch 2,5 und 5,0 mm dünnen Tastaturen leicht, die gleichzeitig als Schutzabdeckung für das Display dienen. Und das, obwohl sie in der Neuauflage beleuchtet sind. Praktisch: Alle verfügbaren Cover passen zu allen Surface-Varianten, auch zum Pro. Für alle Vielschreiber gilt: Das Type-Cover ist dem Touch-Exemplar vorzuziehen.

Surface 2 Testbericht
Tastatur und Netzteil docken per Magnetanschluss an. Hier zu sehen: die Schnittstelle für Touch- oder Type-Cover.
Bild: onlinekosten.de

Auf die beiden Gehäuseseiten des Surface 2 verteilen sich ein USB-3.0-Port, ein Kopfhörerausgang, ein microSD-Kartenleser und ein verkleinerter HDMI-Ausgang, der einen Adapter erfordert. Dieser ist nicht im Preis enthalten. WLAN 802.11a/b/g/n und Bluetooth sind mit an Bord, ein Mobilfunkmodul für mobiles Internet ist aber noch nicht wählbar. Auch ein GPS-Empfänger fehlt, wobei die Karten-Anwendung den eigenen Standort trotzdem ziemlich genau anzeigt. Hierzu wird WLAN genutzt, wer mit dem Surface unterwegs ist, der hat davon entsprechend wenig.

Das Display: Jetzt in Full-HD

Eingeschaltet wird das Surface 2 über eine Taste an der Oberseite, die Lautstärke lässt sich über eine seitliche Wippe regulieren. Mittig unter dem Display thront eine Windows-Sensortaste mit haptischem Feedback, die den Nutzer jederzeit zur Kachel-Oberfläche bringt. Und diese sieht auf dem neuen Surface-Tablet aus mehreren Gründen ausgezeichnet aus: Microsoft hat die Auflösung von HD auf Full HD mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten angehoben, wodurch auch kleine Schriftgrößen und Symbole gestochen scharf aussehen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch das zugrundeliegende IPS-Panel, das eine rundum unverfälschte Sicht ermöglicht, so dass auch von der Seite aus betrachtet keine Verdunklung oder Aufhellung des Bildschirms zu beobachten ist. Zu guter Letzt kann der Touchscreen mit kräftigen Farben überzeugen, die von einer hohen Helligkeit profitieren. Das hilft auch beim Einsatz unter freiem Himmel, wenn sich die Umgebung auf der glänzenden Oberfläche spiegelt. Generell halten sich diese Einbußen aber in Grenzen, was deutlich wird, wenn man ein glänzendes IPS- und ein TN-Panel vergleicht.

Der Nachteil der hohen Auflösung ist, dass Texte ganz schön klein dargestellt werden und die Bedienung in so mancher App fummelig werden kann. Seltsam ist auch, dass die Karten-App offenbar nicht angepasst wurde, denn sie zeigt sich mit matschiger Schrift auf dem ansonsten so knackscharfen Display. Einen Eingabestift bietet Microsoft übrigens nur für das Surface Pro an.

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