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Freitag, 04.10.2013 13:01

Nokia Lumia 1020 im Test - 41 Megapixel drängen digitale Kompaktkameras (fast) ins Abseits

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Wirft man einen Blick auf die Produktspezifikationen aktueller Top-Smartphones, übertreffen sich (fast) alle Hersteller bei den Superlativen rund um die verbaute Kameratechnik. Auch Nokia mischt in diesem Punkt munter mit und bezeichnet das Lumia 1020 auf seiner Internetseite als "Smartphone wie kein anderes". Berechtigt? Durchaus! Denn das neue Flaggschiff der Lumia-Familie macht deutlich, dass ein Smartphone schon heute ein (fast) kompletter Ersatz für eine digitale Kompaktkamera sein kann.

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Das Pixel-Monster beißt zu

Nokia Lumia 1020
Nokia Lumia 1020. Bild: onlinekosten.de

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Das Nokia Lumia 1020 liefert genau das, was sich Foto-Freaks schon lange von einem Smartphone gewünscht haben. Denn der integrierte Kamerasensor auf der Rückseite enttäuscht die Hoffnungen seiner Nutzer mit einer maximalen Auflösung von 41 Megapixeln nur in seltenen Fällen. Kritiker werden an dieser Stelle anmerken, dass wohl kaum jemand dauerhaft Fotos mit einer derart hohen Auflösung aufnehmen muss. Stimmt! Aber: Wer einmal angefangen hat, mit der integrierten Kameratechnik samt Linse von Carl Zeiss herumzuexperimentieren, wird so schnell nicht mehr damit aufhören und auch die hohe Auflösung zu schätzen wissen.

Ausgeliefert wird das Lumia 1020 ab Werk mit verschiedenen Apps, die speziell auf die Bedürfnisse der Kamera-Freunde abgestimmt sind. Neben der standardmäßigen Kamera-Applikation gehören unter anderem auch die Apps Nokia Pro Cam, Nokia Smart Cam, Nokia Panorama oder Nokia Cinemagraph dazu. Die wohl wichtigste App ist dabei die Pro Cam. Denn damit können schnell und übersichtlich die wichtigsten Einstellungen der Kamera auch manuell verändert werden. Etwa der Weißabgleich, die Belichtungszeit, der ISO-Wert oder auch der helle Xenon-Blitz mit einer Reichweite von vier Metern. Das alles erinnert stark an die Einstellungsmöglichkeiten bei einer digitalen Spiegelreflexkamera.

Wer nicht davor zurückschreckt, seine Bilder schon auf dem Telefon zu bearbeiten, für den kann die Smart Cam interessant sein. Denn diese Kamera-App nimmt innerhalb von wenigen Sekunden zehn Bilder auf, um im Anschluss verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten zu gestatten. Sinn macht das vor allem bei sich bewegenden Objekten. Oder auch bei Gruppenfotos, denn die Smart Cam erlaubt es dem Nutzer sogar, Gesichter auszutauschen oder störende Objekte komplett aus dem Bild herauszufiltern.

Qualitativ ein echter Genuss

Rein qualitativ sind die Fotoaufnahmen des Lumia 1020 nach heutigem Stand durchaus als das Maß aller Dinge einzustufen - zumindest im Smartphone-Segment. Zwar nimmt es die Linse mit der Farbtreue nicht immer ganz genau (zu hohe Kontraste und knallige Farben) und auch Makroaufnahmen funktionieren auf anderen Telefonen besser. Aber insgesamt überzeugt vor allem die Bildschärfe und das nur geringfügig auftretende Bildrauschen. Wer mag, kann den ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit) bis auf den Faktor 4.000 erhöhen und dadurch auch bei schlechten Lichtbedingungen noch sehr gut nutzbare Fotos aufnehmen. Das kennt man in dieser Form von keinem anderen Smartphone.



Im Video-Modus unterstützt das neue Nokia-Smartphone Full HD-Aufnahmen (1.080p) und eine zweite Kamera mit 1,2-Megapixel-Linse auf der Vorderseite steht für Selbstportraits und Video-Telefonate zur Verfügung.

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