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Samstag, 21.09.2013 12:01

Das neue Nexus 7 im Test: Rasante 7-Zoll-Referenz

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Als Google vor rund einem Jahr das Nexus 7 vorstellte, wurde der Markt für kleinere, taschentaugliche Tablets gehörig aufgerüttelt. Mit einem scharfen HD-IPS-Display, einer guten Verarbeitung und einem Quad-Core-Antrieb für 199 Euro aufwärts machte der 7-Zöller der Konkurrenz das Leben schwer. Mittlerweile hat diese aufgeholt und ebenfalls Preisbrecher herausgebracht, Google musste nachlegen. Herausgekommen ist das neue Nexus 7 mit Android 4.3 - und es kann ebenso überzeugen wie sein Vorgänger im Google Nexus 7 Test 2012.

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Nexus 7 2013 Test - Inhalt

Nexus 7 von 2012 und 2013 im Vergleich

Der Generationswechsel geht äußerlich mit einem neuen Design einher: Das neue Google Nexus 7 ist fast 18 Prozent dünner und 15 Prozent leichter als sein Vorgänger. Und nicht nur das, mit einem Gewicht von gerade einmal 290 Gramm in der WLAN-Version und einem 8,65 Millimeter (mm) dünnem Gehäuse setzt der Tablet PC neue Maßstäbe in seiner Größenklasse. Denn je kleiner, desto dünner gilt im Tablet-Bereich eher nicht, kleinere Flachrechner sind häufig etwas dicker als die 10-Zoll-Geräte. Eine Ausnahme stellen Toshibas AT270 mit AMOLED-Display sowie das iPad mini dar. Letzteres ist trotz 0,9 Zoll größeren Bildschirms sogar nur 18 Gramm schwerer als das Nexus 7. Das neue Galaxy Tab 3 7.0 ist mit 10 mm dagegen fast schon etwas dick.



Google Nexus 7 2012 Google Nexus 7 2013
Betriebssystem
(bei Erscheinen)
Android 4.1 Android 4.3
Display 7 Zoll IPS Touchscreen
(1.280 x 800)
7 Zoll IPS Touchscreen
(1.920 x 1.200)
Prozessor Nvidia Tegra 3
Quad-Core mit 1,3 GHz
Qualcomm Snapdragon S4 Pro
Quad-Core mit 1,5 GHz
Speicher 1 GB RAM,
erst 8 / 16, dann 16 / 32 GB Speicherplatz
2 GB RAM,
16 / 32 GB Speicherplatz
Konnektivität WLAN + Bluetooth,
später optional HSPA+ (21 Mbit/s)
WLAN + Bluetooth,
optional LTE
Sonstiges Webcam (1,2 MP)
Kamera (5 MP),
Webcam (1,2 MP)
Anschlüsse Micro-USB, Kopfhörer (3,5 mm), NFC
Micro-USB, Kopfhörer (3,5 mm), NFC
Größe/
Gewicht
199 x 120 x 10,5 mm
340 Gramm
200 x 114 x 8,65 mm
290 / 299 Gramm (WLAN / LTE)
Preis (bei Erscheinen) 199 € (8 GB + WLAN),
249 € (16 GB + WLAN),
299 € (32 GB + 3G)
229 € (16 GB + WLAN),
269 € (32 GB + WLAN),
349 € (32 GB + 4G)
Nexus 7 2013 im Test
Das neue Nexus 7 spendiert ein blickwinkelstabiles Full-HD-IPS-Panel - der Blickfang schlechthin. Bild: onlinekosten.de

Asus spendiert dem neuen Nexus 7 eine rückwärtige Kamera

Auch die Optik wurde erneuert, anstelle eines dunkelbraunen und strukturierten Gehäuses umgibt das Nexus 7 nun eine schwarze, glatte Hülle. Zwar verwendet Hersteller Asus wieder Kunststoff, kann aber das hohe Niveau der Verarbeitungsqualität halten: Das neue Nexus macht rundherum einen mehr als guten Eindruck - vor allem, wenn man bedenkt, dass es ab 229 Euro zu haben ist. Das matte Gehäuse ist rutschfest, damit das Tablet nicht aus der Hand gleitet, zieht allerdings Staubfusseln an. Der Nexus-Markenname auf der Rückseite wurde um 90 Grad gedreht, deutlich markanter ist der Unterschied zum Vorgänger aber an anderer Stelle. So hat das Nexus in diesem Jahr eine Hauptkamera erhalten, womit ein Kritikpunkt aus unserem vergangenen Text wegfällt. Zwar lässt sich argumentieren, dass ein Tablet zu groß für Fotoaufnahmen ist, bei einem 7-Zöller-relativiert sich das aber und mit einem Tablet fotografierende Nutzer sieht man auf Technik-Events nicht gerade selten. Verbaut wurde ein 5-Megapixel-Exemplar ohne Blitzlicht - klingt durchschnittlich, ist aber besser als erwartet: Die Aufnahmen sind scharf und farbenfroh, ohne überzeichnet zu wirken. Dem Detailreichtum sind natürlich Grenzen gesetzt, zudem tritt in dunklen und nicht-fokussierten Bereichen Bildrauschen auf. Unterm Strich können sich die Aufnahmen aber sehen lassen. Die Videofunktion ist ebenso durchaus brauchbar, wählen kann man zwischen SD, HD-Auflösung und Full-HD (1080p). HD reicht in der Regel schon aus, die Clips sind flüssig und sehen auch durch die automatische Fokussierung gut aus. Für Videochats und Selbst-Portraits steht - wie auch zuvor - nur eine 1,2-Megapixel-Webcam zur Verfügung.

Asus Google Nexus 7 Full HD
Die Soft-Touch-Rückseite ist rutschfest, zieht aber Staub an. Bilder: onlinekosten.de

Weiterhin ohne Kartenleser

Wer die Schnittstellenausrüstung der beiden Gerätegenerationen vergleicht, der wird auf den ersten Blick keine und auf den zweiten nur kleine Unterschiede feststellen. Nach wie vor gibt es keinen Kartenleser zur Speichererweiterung, Käufer sollten sich daher genau überlegen, ob sie lieber zur günstigeren Variante mit 16 Gigabyte (GB) oder teureren Nexus-Ausführung mit doppelter Speicherkapazität von 32 GB greifen. Vorhanden sind ein Kopfhöreranschluss, Bluetooth 4.0, Dual-Band-WLAN und ein Micro-USB-Port zur Datenübertragung und Laden des Akkus. Da SlimPort-fähig, ist darüber außerdem ein Adapter ansteckbar, um einen Monitor oder Fernseher per HDMI anzuschließen. Optional gibt es den schlanken 7-Zoll-Rechner zudem mit LTE und HSPA+ für mobiles Internet. Unterstützt werden in Europa die Frequenzbänder um 800/850/1700/1800/1900/2100/2600 Megahertz. Wieder mit an Bord sind darüber hinaus NFC, um via Android Beam zwischen verschiedenen Android-Geräten kabellos Videos, Fotos oder Kontaktdaten austauschen zu können, sowie GPS für Standort-Dienste. Im Praxistest konnte unsere Position schnell ermittelt werden. Knöpfe gibt es zum Ein-/Ausschalten und Verstellen der Lautstärke. Wirklich gut zu ertasten sind sie aber nur von der Unterseite aus. Greift man von der Tablet-Vorderseite aus an die Tasten, wird das schwierig, da ihr Druckpunkt nicht gerade deutlich ist. Ansonsten wird der Tablet-PC ausschließlich über eingeblendete Tasten bedient.

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