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Dienstag, 16.07.2013 00:01

Samsung Chromebook im Test: Neuer Anlauf, alte Macken

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Google unternimmt derzeit mit seinem Chromebook-Konzept einen neuen Anlauf. Die in erster Linie auf eine Online-Nutzung ausgelegten Kompakt-Laptops wollen es noch einmal wissen und versuchen erneut, gegen stärkere, klassische Notebooks und die mittlerweile noch weiter verbreiteten Tablets zu bestehen. Auch wir schauen uns die zweite Offensive an: Was hat sich in zwei Jahren Chromebook-Bestehen getan? Was kann das neue Samsung Chromebook Serie 3 303C12 besser als das Serie 5 Chromebook aus dem Jahr 2011?

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Samsung Chromebook 303C12 Test – Inhalt

Moderne, edle Optik

Verglichen mit dem ersten Exemplar, dem Samsung Chromebook 500C21 (Test), ist das neue Chromebook dünner und leichter: Etwa 290 x 209 x 16,8 bis 17,5 Millimeter und 1,13 Kilogramm Gewicht sorgen dafür, dass der kleine Laptop mit 11,6-Zoll-Bildschirm wenig Platz in der Notebook-Tasche einnimmt und leicht zu transportieren ist. Mit der glatten, silberfarbenen Oberfläche, dem großen Touchpad und der Chiclet-Tastatur sieht das Chromebook zudem modern und gut aus. Was am Gehäuse nach Metall ausschaut, entpuppt sich aber - der Preisklasse entsprechend - als Kunststoff. Daher ist die Behausung auch weniger stabil.

Samsung Chromebook 303C12 Test - Display
Das Samsung Chromebook 303C12 verfügt über ein entspiegeltes HD-Display. Bild: onlinekosten.de

Maus und Tastatur

Die Praxisleistung der Eingabegeräte stimmt. Das rund 5,5 x 10 Zentimeter große Touchpad mit integrierten Klicktasten lässt sich angenehm bedienen. Scrollen mit zwei Fingern ist zwar möglich, zum Zoomen oder Drehen von Inhalten werden aber leider keine Gesten unterstützt. Die Tastatur lässt auf Anhieb Ähnlichkeiten mit einer MacBook-Tastatur erkennen: Schwarze, abgerundete Tasten auf silberfarbenem Grund sind zwar generell keine Seltenheit mehr, beim Chromebook ist die Optik aber schon sehr nah am Apple-Modell, auch die Entfernen-Taste fehlt. Da Samsung den Platz bestmöglich ausnutzt und die Umschalttasten, Return sowie die Leertaste ausreichend komfortabel sind, leidet der übliche Schreibfluss trotz des Subnotebook-Formats so gut wie nicht und auch das Layout der doppelt belegten Zahlenreihe entspricht dem gewohnten Muster. Zusätzliche Tasten sind zum Vor- und Zurückspringen im Browser, einen Reload, Vollbildmodus und das Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern vorhanden. Wer zwei Fenster nebeneinander anzeigen möchte, der kann diese einfach in die gewünschte Größe ziehen. Was uns aufgefallen ist: Die Tastatur gibt in der Mitte nach, das stört jedoch nicht weiter.

Anschlüsse liegen hinten

Samsung Chromebook 303C12 Testbericht - Anschlüsse
Mit Ausnahme von Kartenleser und Kopfhöreranschluss befinden sich die Schnittstellen beim Samsung Chromebook 303C12 auf der Rückseite. Bild: onlinekosten.de

Die Schnittstellen hat Samsung vorrangig auf die Rückseite verfrachtet. Für ein Notebook, das als Desktop-Ersatz mit separatem TFT Monitor, USB-Hub und Eingabegeräten auf dem Schreibtisch genutzt werden soll, wäre das praktisch, bei einem 11-Zöller macht das aber weniger Sinn. Lediglich die Kopfhörerbuchse und der SD-Kartenleser sind seitlich zugänglich, einen USB-Stick oder weitere Peripherie kann man nur hinten anschließen. Dort versammeln sich HDMI, in unserem 3G-Testgerät der SIM-Kartenschacht sowie je eine Buchse für USB 2.0 und USB 3.0. Letztere ist beim Testexemplar etwas hakelig. Online geht das Chromebook wahlweise per WLAN (Modell XE303C12-A01) oder in der 3G-Version (XE303C12-H01) über ein HSPA+/UMTS-Modul. Diese Variante erfordert einen Aufpreis von etwa 50 Euro, ist dann aber auch unabhängig von Hotspots mobil einsetzbar. Auf eine kurze Unterbrechung der WLAN-Verbindung reagierte das Chromebook in unserem Test zunächst zickig: Es klinkte sich nicht selbständig wieder ein, sondern blieb offline - obwohl das Konnektivitätssymbol das Gegenteil anzeigte. Erst nach manuellem Deaktivieren und erneutem Aktivieren der Verbindung kamen wir wieder ins Netz. Beim Aufwachen aus dem Schlafmodus trat das Problem hingegen nicht auf und nachdem Chrome OS ein Update lud, was automatisch geschieht, war es verschwunden. Eine Ethernet-Schnittstelle wird nicht geboten.

Mattes Display, wenig Nutzen durch HD-Auflösung

Das 11,6-Zoll-Display gefällt mit seiner matten Oberfläche, so lässt sich das Chromebook auch unter freiem Himmel und bei sonnigem Wetter verwenden. Einschränkend wirken sich aber die nicht allzu kräftige Beleuchtung und das verwendete Panel aus, denn der Bildschirm ist recht blickwinkelabhängig. Leichtes Verstellen des Display-Deckels lässt Helligkeit und Kontrast einbrechen, hübsche Farben bekommt der Nutzer nur bei optimaler Ausrichtung zu Gesicht. Insgesamt könnten die Farben mehr Strahlkraft vertragen und Weiß kommt eher Grau herüber. Die Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten ermöglicht es, HD Inhalte anzuzeigen, gestochen scharfe Texte und Symbole dürfen aber nicht erwartet werden. Schade: Gerade die Chrome-OS-Menüpunkte wirken körnig, während Texte im Browser schärfer sind.

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