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Donnerstag, 06.06.2013 10:54

Microsoft Surface Pro im Test: Kurzatmiges Premium-Tablet

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Seit einigen Tagen ist das Surface Pro auch in Deutschland zu haben: Nachdem die US-Kundschaft schon länger zwischen Surface RT und Surface Pro wählen kann, stehen nun auch hierzulande beide Tablet-Version aus dem Hause Microsoft zur Verfügung. Warum ein Surface Pro? Der zweite Flachrechner der Redmonder kann mehr als Nummer eins: Zum Beispiel aufgrund der vollwertigen Windows 8-Version Software für x86/x64 installieren und Full-HD-Videos nicht nur wiedergeben, sondern dank höherer Auflösung auch darstellen. Hat das Surface Pro damit das Zeug, die Tablet-Reihe des Software-Konzerns zwischen Branchen-Größen wie Apple und Samsung zu katapultieren? Wir haben das starke Tablet getestet.

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Microsoft Surface Pro Test – Inhalt

  • Seite 1: Verfügbare Versionen und Äußerlichkeiten
  • Seite 2: Display, Bedienung, technische Daten und Akkulaufzeit
  • Seite 3: Tastaturen, Kameras, Sound, Fazit und Test-Tabelle

64 oder 128 GB Speicherplatz

Bevor es zum eigentlichen Stück Hardware geht, einige Informationen zum Verkauf: Mit dem Surface Pro macht Microsoft einiges anders - genauer gesagt, besser - als beim ersten Surface. So kritisierten wir im Surface RT Test Microsofts Bundle- und auch Verkaufsstrategie. Schlimm genug, dass es den Tablet-Rechner je nach Konfiguration nur in bestimmten Paketen mit Tastatur-Cover gab, auch beim Händler hatten Kunden keine Wahlmöglichkeit; sie wurden zunächst nur bei Microsoft und erst später im Einzelhandel fündig.

Surface Pro Testbericht - Zubehör
Microsoft bietet viel Zubehör für das Surface und Surface Pro an: Tastaturhüllen und Adapter. Bild: onlinekosten.de

Weitere Bilder zum Surface Pro gibt es auf der Facebook-Seite von onlinekosten.de und als Diashow über onlinekosten.de auf Google+.

Das Surface Pro hingegen ist seit seinem Marktstart am 31. Mai sowohl über den Microsoft Store als auch in Onlineshops und bei Fachhändlern wie Saturn zu bekommen. Außerdem kann das Tablet pur in verschiedenen Speicherkapazitäten geordert und Zubehör beliebig hinzubestellt werden. Erhältlich ist das Gerät mit 64 oder 128 Gigabyte (GB) Speicherplatz ab 879 Euro, eine Tastatur, die gleichzeitig als Cover dient, kostet 119,99 bis 129,99 Euro.

Dicker Brocken, aber dafür hochwertig

Wie das Surface RT nutzt auch das Surface Pro ein 10,6 Zoll großes Display und bringt es mit etwa 275 x 172 beziehungsweise 173 Millimetern (mm) auf ähnliche Ausmaße. Mit einer Höhe von 13,5 mm und 916 Gramm Gewicht ohne Tastatur ist es aber deutlich dicker und schwerer als der Tablet PC mit Windows RT. Zum Vergleich: Das erste Surface ist 9,3 mm dünn und wiegt 676 Gramm. Dass ein USB-Port regulärer Größe angebracht ist, ist nicht der Grund für das dickere Gehäuse. Denn diesen lieferte auch das Surface RT, allerdings nur USB 2.0 und nicht die flottere USB-3.0-Schnittstelle wie beim neuen Pro. Verantwortlich ist vielmehr das technische Innenleben, denn diesmal gibt es Notebook- statt Mobil-Hardware, doch dazu später mehr. An weiteren Schnittstellen sind ein microSD-Kartenleser, eine Kopfhörerbuchse und ein Mini-DisplayPort vorhanden. Adapter auf VGA oder HDMI liegen nicht bei, können jedoch für knapp 40 Euro pro Stück gekauft werden. Kommunizieren kann das Surface Pro per WLAN und Bluetooth. Wer mobiles Internet wünscht, muss also auf einen UMTS-Stick ausweichen.

Surface Pro Testbericht - Seite
Das Surface Pro sieht im Großen und Ganzen aus wie das Surface RT, ist aber dicker und schwerer. Bild: onlinekosten.de

Als reines Tablet fühlt sich das Surface Pro ganz schön schwer und verhältnismäßig dick an. Aber eben auch sehr hochwertig: Die Verarbeitung ist wieder tadellos, das Gehäuse stabil und auch der in die Rückseite eingelassene, ausklappbare Ständer, den man bereits vom Surface RT kennt, macht etwas her. Damit kann die Konkurrenz nicht ohne Weiteres dienen. Noch besser wäre es, wenn sich das Tablet in mehreren Winkeln neigen ließe, zum Beispiel, um bequem auf dem Schoß oder Tisch im Tablet-Modus zu surfen. So muss sich der Nutzer entscheiden, ob das Gerät komplett flach aufliegt oder steil aufgestellt wird. Letztere Haltung funktioniert das Surface Pro dann zusammen mit einem Surface Touch- oder Type-Cover - im Übrigen die gleichen wie für die RT-Exemplare - in ein Notebook um. Unter diesen Gesichtspunkten genutzt relativiert sich das Gewicht, denn 1,1 Kilogramm sind für ein Subnotebook mehr als akzeptabel.

Einen guten Eindruck hinterlässt auch der magnetische Netzteilanschluss - wie bei Apples MacBooks. Alternativ hält er den mitgelieferten Surface Stift fest. Trägt man das Tablet vom Büro in den Konferenzraum, ist das ganz praktisch. Wandert es in die Tasche, kann sich der Stift aber auch schnell lösen.

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