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Donnerstag, 09.05.2013 10:01

Asus Fonepad im Test - Tablet gepaart mit Smartphone

aus den Bereichen Computer, Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Schnell mal auf der Wohnzimmercouch über das Internet das aktuelle TV-Programm checken, im Online-Shop einen Einkauf tätigen oder einfach nur ein kleines Spiel zocken. Früher musste dazu zum Beispiel ein Notebook gestartet werden, heute reicht das Aktivieren eines kleinen Tablet PC aus. Inzwischen gibt es die Geräte in den unterschiedlichsten Größen und wer ein Modell mit 10 Zoll großem Display für zu sperrig hält, kann sich zum Beispiel auch für eine Variante mit nur 7 Zoll entscheiden. Auch Asus hat ein solches Gerät im Angebot: das Fonepad. Der Name ist dabei Programm, denn es handelt sich um ein Tablet, das auch für Telefonate verwendet werden kann. Wenn man so will, geht das Produkt auch als überdimensionales Smartphone durch.

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Telefon im Tablet

Ein Tablet als Smartphone? Zugegeben, diese Vorstellung ist gewöhnungsbedürftig. Und es sieht – vorsichtig formuliert – auch ziemlich merkwürdig aus, wenn mit einem 196 Millimeter langen und 120 Millimeter breiten Smartphone am Ohr telefoniert wird. Und trotzdem: die Idee, ein Tablet mit klassischen Smartphone-Funktionalitäten auszustatten, ist charmant. Denn wer mag, kann zum Beispiel auch auf ein Bluetooth-Headset setzen, um Sprachverbindungen aufzubauen. In unserem Test klappten Telefonate stets zuverlässig, ohne Headset war aber ein leichter Hall zu vernehmen.

Grundsätzlich überwiegt bei einer Nutzung des Fonepad aber das Gefühl, dass das Gerät eben doch mehr Tablet als Telefon ist. Asus liefert das Gerät auf Basis von Android 4.1.2 Jelly Bean aus und hat als Herzstück einen Intel Atom-Prozessor (Z2420) mit einer Taktrate von 1,2 Gigahertz verbaut – flankiert durch 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Diese Hardware reicht in den meisten Fällen aus, um ein störungsfreies Nutzungserlebnis zu gewähren. Und doch kann es hier und da zu Rucklern kommen. Beobachten mussten wir diese bei verschiedenen Spielen, es kann aber auch schon mal in der allgemeinen Menünavigation etwas haken. Störend? Nicht wirklich. Aber eben doch auffallend.

Asus Fonepad
Ein Blick auf die Rückseite des Asus Fonepad mit hübscher Alu-Hülle. Bild: onlinekosten.de

Die Nutzung des 7 Zoll großen Displays erweist sich als erfreulich handlich - auch wenn eine einhändige Bedienung nicht möglich ist. Natürlich gibt es am Markt Tablet-Displays, die deutlich flotter reagieren, insgesamt bereitet das IPS-Panel des Asus Fonepad aber sehr viel Spaß. Wer den Helligkeitssensor aktiviert, muss phasenweise – zum Beispiel unter freiem Himmel - mit einem etwas zu dunkel eingestellten Display leben. Es ist aber grundsätzlich genug Spielraum für eine manuelle Nachregulierung gegeben und dann sind sämtliche Inhalte auch bei starker Sonneneinstrahlung noch ordentlich abzulesen. Allerdings spiegelt der Bildschirm zum Teil doch recht stark.

Asus Fonepad
Auch telefonieren ist mit dem Fonepad kein Problem. Sieht aber merkwürdig aus. Bild: onlinekosten.de

Drei bis vier Tage Akkulaufzeit – bei regelmäßiger Nutzung

Einschränkungen müssen Freunde von HD-Videos in Kauf nehmen. Die Auflösung des Displays liegt bei "nur" 1.280 x 800 Pixeln, was Full-HD (1.080p) ausschließt. Dafür hat sich Asus für eine stromsparende LED-Hintergrundbeleuchtung entschieden. Während unseres dreiwöchigen Testzeitraums konnten wir das Tablet bei aktivierter Daten- und WLAN-Verbindung und regelmäßiger Nutzung im Schnitt drei bis vier Tage verwenden. Deutlich kürzer hält eine Akkuladung, wenn der Prozessor stark beansprucht wird – zum Beispiel bei Spielen. Dann kann es auch passieren, dass schon nach ein bis zwei Tagen eine neue Energiezufuhr notwendig wird.

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