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Donnerstag, 18.04.2013 08:04

Asus MeMO Pad Smart 10 im Test: Mittelklasse-Tablet für zuhause

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Die Android-Tablets werden günstiger: Nachdem zunächst der 7-Zoll-Bereich mit preiswerten Flachrechnern bestückt wurde, verdichtet sich nun das Angebot an 10-Zoll-Tablets zum niedrigen Preis. Die Kosten liegen bei unter 300 Euro, im Vergleich zu den 7-Zöllern, die schon für unter 200 Euro zu haben sind, mag das auf den ersten Blick gar nicht so billig erscheinen, doch dieses mittlere Preissegment hat eindeutig seine Vorteile: Statt stark blickwinkelabhängigen Bildschirmen findet man hier hier bereits hochwertige IPS-Displays. Neuester Vertreter aus der Mittelklasse ist das Asus MeMO Pad Smart 10 alias ME301T, das im Handel ab etwa 280 Euro angeboten wird. Für rund 100 Euro ist zudem eine Schutzhülle mit integrierter Bluetooth-Tastatur erhältlich, so macht das Tablet dem hauseigenen Transformer Pad Konkurrenz. Wie schneidet es in der Praxis ab?

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Asus MeMO Pad Smart 10 Test – Inhalt

  • Seite 1: Außen: Optik, Lautsprecher, Schnittstellen und Kameras
  • Seite 2: Display, Tastatur-Cover, Hardware und Leistung
  • Seite 3: Android und Apps, Fazit und Info-Tabelle

Ausgesprochen leicht

Der etwa 263 x 181 x 10 Millimeter große Tablet PC kommt in drei Farben daher. Wer dunkle Töne bevorzugt, kann zur blauen Variante greifen, für Mutige gibt es ein kräftiges Pink und als dritte Wahlmöglichkeit ein weißes Tablet. Auch unser Testgerät nutzt ein weißes Gehäuse und schnell offenbart sich, dass diese Ausführung wahrscheinlich die beste Wahl für Putzmuffel ist, denn die hochglänzende Rückseite zieht Fingerabdrücke an und auf einer helleren Oberfläche sind diese weniger deutlich sichtbar. Mit einem Gewicht von lediglich 580 Gramm wiegt das Asus MeMO Pad Smart 10 etwa 70 bis 80 Gramm weniger als das Retina-iPad von Apple und ordnet sich generell zwischen die leichtesten 10-Zöller ein. Auch das Asus Transformer Pad TF300T (Test) mit ähnlichen technischen Daten ist mit 635 Gramm schwerer.

Asus MeMO Pad Smart 10 Testbericht - Folio Key
Das Asus MeMO Pad Smart 10 mit dem passenden Folio Key: Vom Tablet zum Android-Netbook. Bild: onlinekosten.de


Weitere Bilder und eine Kurzversion des Testberichts gibt es auf der Facebook-Seite von onlinekosten.de und als Diashow über onlinekosten.de auf Google+.

Kräftige Lautsprecher mit unglücklicher Positionierung

Nicht nur auf dem Datenblatt sticht das geringe Gewicht ins Auge. Das MeMO Pad Smart 10 liegt damit hervorragend in der Hand und auch nach längerer Nutzung sind keine langen Arme zu befürchten. Rein vom optischen Aspekt aus betrachtet ist es anständig verarbeitet, haptisch hapert es ein wenig an der Materialwahl. Die Plastikrückseite lässt sich leicht eindrücken, was an sich verschmerzbar ist, zusammen mit lautem Sound aber ein seltsames Bild abgibt: Die Vibration der Lautsprecher scheint sich stark auf das Gehäuse zu übertragen. Schon bei halber Maximallautstärke pocht es an der Rückseite spürbar unter den Fingern. Und die Lautsprecher haben noch einen weiteren Nachteil: Sie sind nicht wirklich günstig positioniert. Zwar ist ihr Platz bei Tablets in der Regel ohnehin auf der Rückseite, trotzdem schaffen es einige Modelle, dass die Musik frontal erscheint. Nicht so beim großen MeMO Pad. Dreht man das Tablet um, klingt der Sound lobenswert, im Umkehrschluss verpufft also der Vorteil der hohen Klangqualität ein Stück weit im Raum - oder beim Gegenüber. Allerdings steht ein Audio-Control-Panel bereit (nur über Lautsprecher, nicht mit Kopfhörern), um die Tonwiedergabe an bestimmte Modi wie Musik, Film oder Sprache anzupassen. Die Unterschiede sind hörbar, wobei es die Einstellungen für Filme und Spiele bei Sound-Effekten für Tablet-Verhältnisse ganz schön krachen lassen, aber dafür bei höherer Lautstärke auch zu brummen anfangen. Gesprochenes ist dann schwerer zu verstehen.

Viele Schnittstellen und GPS, kein 3G/4G-Modell

Asus MeMO Pad Smart 10 Schnittstellen
HDMI, USB und ein Kartenleser - beim MeMO Pad Smart 10 kommt alles im Micro-Format. Bild: onlinekosten.de

Der Ein-/Ausschalter ist - quer gehalten - gut erreichbar oben links untergebracht, während sich die Lautstärke an der rechten Seite verstellen lässt. Daneben wurde auch ein Anschluss für ein Mikrofon oder Kopfhörer eingelassen. An der linken Seite reihen sich Mikro-HDMI für die Foto- oder Videowiedergabe an einem Fernseher, Mikro-USB und ein microSD-Speicherkartenleser auf, der auch microSDHC- und -SDXC-Karten unterstützt. Die drahtlosen Schnittstellen umfassen Bluetooth und WLAN, eine Mobilfunkversion und NFC sind nicht erhältlich. Womit der Tablet-PC wiederum dienen kann, ist ein GPS-Modul, das unseren Standort umgehend aufspürte.

Einsatz als Foto- und Videokamera

An der Vorderseite befindet sich eine 1,2-Megapixel-Webcam, die rückwärtige Kamera bietet 5 Megapixel. Automatisch zu fokussieren beherrscht sie, kann aber nicht auf einen LED-Blitz zurückgreifen. Allerdings sind trotzdem auch in Innenräumen im Großen und Ganzen brauchbare Schnappschüsse machbar. Unter automatischer Anpassung des Weißabgleichs schoss die Kamera in unserem Test aber häufiger Bilder mit leicht verfälschten Farben, im Ergebnis waren sie dann minimal rotstichig oder etwas zu kalt. Außerdem waren überdurchschnittlich viele unscharfe Schüsse dabei. Das gestaltet die Aufnahme knackiger Panoramaaufnahmen - denn eine solche Funktion befindet sich an Bord - ziemlich schwierig. Full-HD-Videos lassen sich ebenfalls anfertigen und wirken bezüglich Schärfe und Farben überzeugend, aber nicht hundertprozentig flüssig.

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