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Freitag, 12.04.2013 19:01

Stromhändler Flexstrom ist insolvent

aus dem Bereich Sonstiges

In einem Insolvenzfall übernehme der örtliche Grundversorger die Kundenbelieferung mit Strom, erläuterte Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst (EID). Dieser müsse natürlich unabhängig von der vorherigen Geschäftsbeziehung mit Flexstrom bezahlt werden. Abschlags- und Vorauszahlungen an Flexstrom gehen in die Insolvenzmasse. Im Insolvenzverfahren müssen die Kunden dann ihre Forderungen geltend machen.

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Teldafax und Flexstrom: "Geschäftsmodelle eng gestrickt"

Im Sommer 2011 hatte die Teldafax Holding aus Troisdorf bei Bonn Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Gegen drei frühere Top-Manager erhob die Staatsanwaltschaft Bonn Mitte Februar Anklage wegen Insolvenzverschleppung und gewerbsmäßigen Betruges. Mit rund 700.000 Gläubigern ist die Pleite des Stromanbieters der Firmenzusammenbruch in Deutschland mit den bisher meisten Betroffenen.

Die Beispiele Teldafax und Flexstrom zeigten, dass "diese Geschäftsmodelle eng gestrickt" seien, sagte Wiek. Mit niedrigen Stromtarifen, oft verbunden mit einer Vorauszahlung für ein Jahr, würden Kunden angelockt. Diese Einnahmen dienten wiederum dazu, größere Strommengen günstig einzukaufen. Die etablierten Versorger reagierten inzwischen mit günstigeren Tarifen. Wenn die neuen Anbieter ihren Kundenstamm aber nicht schnell genug erhöhen könnten oder sogar Kunden verlieren würden, könnten sie schnell in Schwierigkeiten geraten, sagte Wiek.

Marcel Petritz / dpa
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    Zuletzt kommentiert von Crusher am 13.04.2013 um 11:44 Uhr
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