Anzeige:

Dienstag, 29.01.2013 18:13

Bundestags-Kommission: Streit über Zulässigkeit der Online-Angebote von ARD und ZDF

aus dem Bereich Sonstiges

Die seit Anfang Januar über den neuen Rundfunkbeitrag finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunksender betreiben neben ihren Hauptprogrammen zusätzlich digitale Sender und sind zudem auch im Internet mit einem breiten Angebot vertreten. Internetnutzer können online auf Audio- und Videobeiträge, Nachrichten und Hintergrundberichte sowie auf Mediatheken zugreifen. Doch umstritten ist, in welcher Form diese Online-Angebote zulässig sind. Auch in der 2010 vom Bundestag gegründeten Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" gehen die Meinungen auseinander wie ein am Montag von der Kommissions-Projektgruppe "Kultur, Medien und Öffentlichkeit" veröffentlichter Zwischenbericht zeigt.

Anzeige

Nur Online-Grundversorgung von ARD und ZDF?

Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP fordern, dass Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender nur zulässig sein sollen, "wenn sie im Vergleich zu den Angeboten Privater einen Mehrwert begründen". Der von der FDP-Fraktion benannte Sachverständige Hubertus Gersdorf plädiert dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk "wenigstens im Bereich des Internet" von "einem Vollversorger zu einem Qualitätsversorger" werden müsse.

Es sei nicht einzusehen, "dass mit öffentlichen Geldern etwas bereitgestellt werden soll, was die Zivilgesellschaft und die privaten Anbieter auch generieren", betont Gersdorf. Zudem würden die öffentlich-rechtlichen Angebote die Entwicklung vieler kleiner Angebote von privater Seite verhindern. Auf Vorschlag des Unions-Abgeordneten Thomas Jarzombek wurde die Grundversorgung als weiteres Argument für die Zulassung der Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender in den Zwischenbericht aufgenommen.

Opposition will keine Lückenfüller-Funktion für öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Mit ihrer Auffassung stoßen die Koalitionsvertreter bei der Opposition jedoch auf Ablehnung. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk darf nicht nur eine Lückenfüller-Position haben", warnt der von der SPD benannte Sachverständige Wolfgang Schulz. ARD, ZDF und Co. sollten mit ihren Online-Auftritten "in den publizistischen Wettbewerb mit Angeboten kommerzieller und nicht-kommerziell tätiger Privater treten können". Zwar müsse sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk für seinen Erhalt auch nach Ansicht der Grünen-Abgeordneten Tabea Rößner bewegen. Dennoch habe das Bundesverfassungsgericht den Bestand und die Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Systems bestätigt.

Es gebe zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk einen publizistischen Wettbewerb sowie eine Wechselwirkung statt einer Arbeitsteilung. Heftige Kritik kommt auch von der Partei "Die Linke". Petra Sitte warf der Koalition vor, dass sie das öffentlich-rechtliche Prinzip austrocknen wolle. Der "Mehrwert", den ARD und ZDF leisten sollten, sei unklar.

Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Mittwoch, 17.09.2014
Netflix in Deutschland gestartet (Update zu House of Cards)
Justizminister Maas droht Google mit Zerschlagung
Speicherung von Surfprotokollen: Klarheit erst vom EuGH?
Netflix-Chef Hastings im Interview: Klassisches Fernsehen wird aussterben
Luxusuhren-Macher über Apple Watch: "Als hätte sie ein Designstudent entworfen"
Dienstag, 16.09.2014
Taxi-Konkurrent Uber erzielt Etappensieg: Einstweilige Verfügung aufgehoben
Ein Tisch für zwei, bitte: Portal "Yelp" bietet Reservierung an
Windows Treshold: Enterprise Preview am 30. September
"Allnet-Starter": Vodafone-Tarif günstig auf crash-tarife.de
Google: Günstig-Smartphones zuerst in Indien
Gehackte Provider einig: Kein Zugriff durch Geheimdienste - Begründungen höchst unterschiedlich
Leistungsschutzrecht: Suchmaschinen WEB.DE, GMX und T-Online blocken BILD.de
E-Plus: Telefonate über LTE bald möglich
Uber droht Niederlage: Richter hält einstweilige Verfügung für gerechtfertigt
Apple erleichtert Löschen von geschenktem U2-Album
Weitere News
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
Whois
Suchen Sie eine eingängige Domain für ihre Website und die Wunschadresse scheint schon belegt?
Einfach mit Whois den Check machen und herausfinden, zu wem die URL und IP Adresse gehört. Auch die DENIC kann oft Auskunft geben.
Vielleicht ist ein Reseller beteiligt und verkauft preisgünstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs