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Freitag, 25.01.2013 08:09

Michael Powell: Wer mehr Bandbreite nutzt, soll auch mehr zahlen

aus dem Bereich Breitband

Es sei ein Gebot der Fairness, dass die mehr für ihren Internetzugang zahlen, die auch eine höhere Bandbreite nutzen. Dies sagte NCTA-Chef Michael Powell laut Broadcasting & Cable im Rahmen des MMTC Broadband and Social Justice Summit. Das Panel wurde aus früheren Chefs der US-Regulierungsbehörde FCC gebildet. Powell distanzierte sich damit von Aussagen, dass die Bandbreite begrenzt werde, um mangelnde Kapazitäten im Backbone zu regulieren.

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Meiste Bandbreite wird nur von wenigen genutzt

Das Problem seien die hohen Kosten beim Aufbau und Betrieb eines Breitbandnetzes. Es müsse sehr viel investiert werden, bevor der erste Kunde für die Nutzung zahle. Preise, gestaffelt nach Bandbreiten, seien eine Möglichkeit, diese Kosten fair auf die Kunden umzulegen. Bandbreiten-Management werde zum Teil angewandt, sei aber vor allem eine Lösung für die Probleme der Mobilfunknetze. Powell bezieht sich in seinen Aussagen auf den US-Markt, der von Kabelnetzbetreibern beherrscht wird.

Die meiste Bandbreite werde von wenigen Leuten genutzt. Wenn diese mehr zahlen und andere bei geringerer Nutzung weniger, könnten sich letztlich mehr Menschen Breitband-Internet leisten. Powell spricht von 30-35 Prozent der US-Bevölkerung, die noch nicht online sei. Zudem würden die Beschränkungen Designer und Webentwickler motivieren, sparsam mit den Bandbreiten umzugehen. Eine Flatrate bewirke dies nicht.

Richard Wiley, der auf dem gleichen Panel saß, forderte eine Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Institutionen. Haushalten mit geringem Einkommen und schulpflichtigen Kindern könnten die Anschaffung eines Computers sowie die Kosten für einen Breitbandzugang bezuschusst werden. Der Markt sei vielleicht besser geeignet, eine Lösung zu finden, als der Staat.

Fragen der Netzneutralität aufgeworfen

Einen Vertrag zwischen zwei privaten Unternehmen haben gerade in Frankreich Google und der Internetprovider Orange geschlossen. Der Betreiber von YouTube zahlt Gebühren für die Durchleitung der eigenen Daten. Zur Kassen gebeten wird also nicht, wer die Daten empfängt, sondern wer sie verschickt. Dies wirft jedoch Fragen der Netzneutralität auf. Letztlich könnte es zwei Klassen von Internetnutzern geben: mit freiem Zugang zu allen Internetdiensten oder mit Teilen, zu denen der Zugang versperrt wurde.

YouTube-Videos sollen einen hohen Anteil am Datenverkehr ausmachen. Dies wird aber auch über Peer-to-Peer-Verbindungen und über Pornografie gesagt. Filesharing wird von vielen Zugangsprovidern tatsächlich geblockt, in den Mobilfunknetzen sogar auch Voice-over-IP und Instant Messaging.

Peter Giesecke
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 Wer mehr Bandbreite nutzt, soll auch mehr zahlen (9 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von RcRaCk2k am 25.01.2013 um 20:40 Uhr
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