Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Nachdem die Deutsche Telekom am Dienstag bei der Netzagentur eine Erhöhung der TAL um fast 23 Prozent auf 12,37 Euro beantragt hatte, meldete sich bereits der VATM mit Kritik zu Wort. Der Verband von Telekom-Wettbewerbern bezeichnete höhere TAL-Mieten als "Gift für den Breitbandausbau". Nun forderte auch der Düsseldorfer Festnetzanbieter und Mobilfunknetzbetreiber Vodafone eine deutliche Senkung der Preise für den Zugang zur sogenannten "letzten Meile".
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Vodafone: 500 Millionen Euro TAL-Miete jährlich
"Eine Anhebung stört den Wettbewerb, bremst die Investitionsbereitschaft anderer Unternehmen der Branche im Festnetzgeschäft und führt zu einer stetig wachsenden Abhängigkeit des Standortes von der Telekom", erläutert der bei Vodafone zuständige Geschäftsführer für Politik und Regulierung, Thomas Ellerbeck. Die Düsseldorfer fordern stattdessen eine Regulierung, die sowohl Anreize für Investitionen der Telekom als auch ihrer Wettbewerber bietet.
Vodafone zahlt nach eigenen Angaben pro Jahr rund 500 Millionen Euro an TAL-Entgelten an die Telekom. "Dieses Geld ist vermutlich in Dividenden statt in den Infrastrukturausbau in Deutschland geflossen", kritisiert Ellerbeck. Die von der Telekom geplante Nutzung der neuen Vectoring-Technologie führe zudem zu einer deutlich längeren Nutzung der Kupfer-Infrastruktur. Das jedoch spreche für eine "deutliche Absenkung" der TAL-Miete. Von einem klaren Wettbewerb wie auf dem Mobilfunkmarkt würden Standort und Verbraucher profitieren. Vodafone hat in diesem Jahr die Investitionen in seine Netzinfrastrukur nach Unternehmensangaben um rund 30 Prozent erhöht.


