Nach dem verheerenden Brand in der Telekom-Vermittlungsstelle in der Innenstadt von Siegen ist der Bonner Telekommunikationskonzern bei der Beseitigung der aufgetretenen Störungen ein paar Schritte vorangekommen. Weiterhin muss aber mit Einschränkungen gerechnet werden.
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Mobilfunk läuft wieder stabil
"Die Entstörungsmaßnahmen wurden die ganze Nacht hindurch fortgesetzt und dauern weiter an", erklärte ein Telekom-Sprecher. Das Mobilfunknetz laufe inzwischen wieder störungsfrei. Sprach- und Datenverkehr über die GSM-, UMTS- und LTE-Infrastruktur könne einwandfrei genutzt werden. Auch Bank- und Kassenautomaten konnten über Nacht wieder ans Netz genommen werden.
Probleme könne es aber weiterhin bei der Internetnutzung geben. Im Laufe des Tages sollen diese Einschränkungen aber nach derzeitigem Stand der Dinge der Vergangenheit angehören. Die größten Probleme gibt es nach wie vor bei der Festnetztelefonie. "Da die Kapazität derzeit noch bei rund einem Viertel des normalen Volumens liegt, kann es sein, dass betroffene Kunden eine Nummer mehrfach anwählen müssen, bevor sie verbunden werden", so der Telekomsprecher. Das gelte auch für Festnetz-Verbindungen zu den Notruf-Nummern.

Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr beim Brand in der Telekom-Vermittlungsstelle in Siegen. Bild: wirsiegen.de
Störung voraussichtlich bis Donnerstag behoben
Die noch fehlenden Kapazitäten will die Telekom nach eigenen Angaben bis Donnerstag auffüllen. Dafür werde mobile Systemtechnik in Containern untergebracht und nach dem Aufbau in die Netztechnik integriert.
Der Grund für den Brand, der am Montagmorgen gegen 7 Uhr ausbrach, ist weiter unklar. Vermutet wird ein technischer Defekt in einem Schaltschrank eines Serverraums. Personen kamen nicht zu Schaden, insgesamt waren etwa 90.000 Kunden von den Beeinträchtigungen betroffen.


