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Donnerstag, 17.01.2013 10:44

Kein RTL mehr über DVB-T

aus dem Bereich Sonstiges

Ab 2015 werden die Fernsehsender RTL, RTL II, VOX und Super RTL nicht mehr über DVB-T zu empfangen sein. Die Mediengruppe RTL lässt alle bestehenden Verträge auslaufen. Dies bestätigte Pressesprecher Thomas Bodemer gegenüber onlinekosten.de. Bereits im Juni werden die vier Programme aus dem Münchener Programm entfernt, 2015 ist es dann im Rest der Republik soweit. Grund sind laut RTL die hohen Kosten und mangelnde Planungssicherheit.

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Marktanteilsbeitrag von 4,2 Prozent

In München sind davon 90.000 Haushalte betroffen, in ganz Deutschland empfangen derzeit 1,17 Millionen Haushalte RTL über das digitale Antennenfernsehen DVB-T. Für den Privatsender hat diese Technik aber kaum eine Bedeutung. Der Marktanteilsbeitrag von DVB-T lag 2012 bei allen RTL-Sendern gerade einmal bei 4,2 Prozent.

So liegen die Kosten für DVB-T 30 mal höher als bei der Programmaufbereitung für die Übertragung per Satellit. RTL sorgt sich darum, dass sich weitere Investitionen in diese Technik nicht lohnen, wenn Bund und Länder nicht sicherstellen, dass die Frequenzen für DVB-T auch nach 2020 für den Rundfunk genutzt werden. Die öffentlich-rechtliche ARD hat im September erklärt, dass sie an DVB-T festhält.

HD-Sender und Verschlüsselung

Über DVB-T werden um die 30 Programme übertragen, per Kabel oder Satellit sind es meist mehr als 100 Programme. Jeder Sendergruppe stehen ein oder mehrere Bouquets aus vier Programmen zur Verfügung. Um HD-Sender über DVB-T zu übertragen, müsste die Bandbreite von drei Sendern zusammengefasst werden. In diesem Fall würde RTL sein HD-Programm aber verschlüsseln wollen, was sich derzeit noch nicht umsetzen lässt.

Beim Nachfolger DVB-T2 besteht diese Möglichkeit jedoch. Dort werden die übertragenen Daten mehr komprimiert, folglich lassen sich mehr Programme übertragen oder die gleichen Programme in höherer Auflösung senden.

Update: 17. Januar, 12:51 Uhr - VZ NRW übt Kritik

Die Verbraucherzentrale NRW kritisiert die Mediengruppe RTL für diese Ankündigung. Sie befürchtet, dass andere Privatsender folgen und letztlich Millionen Zuschauer betroffen sein könnten. Klaus Müller, Vorstand der Düsseldorfer Verbraucherzentrale, fordert die Landesregierung auf, "darauf hinzuwirken, dass DVB-T als populärer Verbreitungsweg von Rundfunk dauerhaft erhalten bleibt und weiterentwickelt wird". Konkret fordert auch er die Einführung des neuen Standards DVB-T2.

Peter Giesecke
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 DVB-T Zwang und dann abschalten (7 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Nenunikat am 16.04.2013 um 22:24 Uhr
 Es ist ja auch so kostspielig ne DVB-S zu DVB-T Brücke zu betreiben. (6 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Pettersson am 16.04.2013 um 16:50 Uhr
 DVB-T ist eine Totgeburt, .... (56 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Nenunikat am 21.01.2013 um 21:03 Uhr
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