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Dienstag, 08.01.2013 10:06

Intel auf der CES: Neue Atom-Chips für mobile Geräte und sparsame Ultrabook-CPUs

aus den Bereichen Computer, Mobilfunk

Intel setzt für einen Durchbruch im Smartphone-Geschäft auf Wachstumsmärkte wie Afrika, Lateinamerika und China. Inzwischen gebe es eine ganze Reihe von Smartphones großer Hersteller mit "Intel inside", betonte Intel-Manager Mike Bell am Montag auf der CES in Las Vegas. Im Geschäft mit den boomenden Smartphones hatte der weltgrößte Prozessor-Hersteller bisher das Nachsehen gegenüber dem britischen Chip-Designer ARM, dessen Prozessoren deutlich weniger Energie verbrauchen.

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Intel Atom Z2420 für Smartphones

Der Markt in diesen Ländern dürfte bis 2015 auf 500 Millionen verkaufte Smartphones wachsen, hofft das Unternehmen. Intel stellte in Las Vegas dafür eine neue Generation seiner Atom-Chip-Plattform vor, die für den mobilen Betrieb konzipiert ist. Bei ihr sei der Energiehunger so stark gedrosselt worden wie noch nie in der Firmengeschichte, sagte Bell. Vorgeführt wurde ein Referenzdesign basierend auf dem neuen Atom Z2420 - ehemals "Lexington" - mit bis zu 1,2 Gigahertz Taktrate und Hyper-Threading. Außerdem sind zwei 5-Megapixel-Kameras, HSPA+ und das Abspielen von 1080p-Videos möglich. Entsprechende Mobiltelefone werden laut Intel unter anderem Acer, Lava und Safaricom beisteuern.

Quad-Core-Atom für Tablets

Mit zusätzlichen Funktionen wie ein doppelter SIM-Karten-Slot, integrierter Radio-Empfang sowie drahtlose Übertragungsmöglichkeiten auf größere Displays sollen die Geräte den Markt erschließen. In den Industrieländern wie Europa und Nordamerika will Intel über Tablets und Hybrid-Geräte das mobile Geschäft stärken. Für Ende 2013 kündigte der Chiphersteller erste Tablets mit dem Quad-Core-Prozessor Atom "Bay Trail" in 22-Nanometer-Fertigung und Android-Betriebssystem an.

Intel CES 2013
Kirk Skaugen, Vice President und General Manager der PC Client Group bei Intel, zeigte ein Referenzmodell der neuen Ultrabook-Generation verglichen mit einem aktuellen Exemplar. Bild: Intel

Neuigkeiten aus der Welt der Ultrabooks

Die neue Rechner-Kategorie der Ultrabooks kommt laut Intel gut im Markt an. Analysten sahen bislang allerdings nur einen mäßigen Absatz, der vor allem dem vergleichsweise hohen Preis der Geräte geschuldet sein dürfte. Inzwischen gebe es über 20 verschiedene Designs von Ultrabooks, sagte Bell. Die besonders leichten, schlanken und leistungsfähigen Notebooks sollen künftig vermehrt mit Touch-Display ausgestattet werden. Die untere Preisklasse habe bereits die Marke von 599 Dollar erreicht.

Bevor die vierte Generation der Intel Core-Prozessoren für Ultrabooks mit dem Codenamen "Haswell" und einer Leistungsaufnahme von 10 Watt erscheint, wird die dritte Generation "Ivy Bridge" mit regulär 17 Watt um stromsparende Modelle ergänzt. Diese sollen mit rund 7 Watt auskommen und dadurch eine längere Akkulaufzeit ermöglichen. Gleichzeitig sind dünnere Gehäuse realisierbar. Eines der ersten Geräte mit den neuen CPUs ist das Lenovo IdeaPad Yoga 11S. Bei der nächsten Generation führt Intel eine Verpflichtung zum Touchscreen ein, soll heißen, ohne Touch-Display dürfen sich die Geräte mit einer "Haswell"-CPU nicht Ultrabook nennen. Auch Intel Wireless Display muss an Bord sein. Zudem erwähnte der Chipriese eine Spracheingabe und eine unmittelbare Aktualisierung der E-Mails und Netzwerk-Nachrichten nach dem Öffnen der Ultrabooks. Eine hohe Ausdauer wird ebenso versprochen: Das von Intel gezeigte Convertible-Referenzmodell "Northcape" brachte es als Tablet genutzt auf eine Akkulaufzeit von 13 Stunden.

Saskia Brintrup / Mit Material der dpa
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