Wie alle namhaften Hardware-Hersteller hat auch Sony auf der IFA einen Windows-8-Hybriden vorgestellt, der Laptop und Tablet PC vereint. Das Sony Vaio Duo 11 sieht zugeklappt wie ein etwas dickeres Tablet aus, unterhalb des Touchscreens verbirgt es jedoch eine vollwertige Tastatur. Maße und Innenleben berechtigen das Gerät dazu, sich auch Ultrabook nennen zu dürfen; für Rechenleistung ist also gesorgt. Auch sonst mangelt es dem Vaio Duo 11 nicht an Features, doch es gibt auch Kritikpunkte.
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Sony Vaio Duo 11 Test - Inhalt
- Seite 1: Äußerlichkeiten: Klappmechanismus und Schnittstellen
- Seite 2: Leistung: Display, Bedienung und Hardware
- Seite 3: Akkulaufzeit, Fazit und Test-Tabelle
Display nach vorne ...
Während das Dell XPS 12 (Test) auf ein in sich drehbares Display setzt, macht sich das Vaio Duo 11 eine Slider-Mechanik zunutze. Wie bei den Mobiltelefonen aus der Zeit kurz vor der Smartphone-Ära lässt sich der Bildschirm nach hinten schieben und legt dann eine Tastatur frei. Hierzu hebt der Nutzer das Display oben mittig an – schon schnappt es nach hinten. Die Konstruktion macht einen stabilen und langlebigen Eindruck, sowohl vor als auch zurück verfällt das Gerät nahezu automatisch in seine Position. Durch das starre System ist aber nur ein einziger Winkel möglich, das Display lässt sich also nicht weiter anpassen. Außerdem ist die Rückseite im aufgeklappten Zustand anfällig für Staub und Schmutz. Zwischen Gehäuserücken und Aufsteller liegt ein knapp handbreiter Spalt, der Einblicke auf Federn, Scharniere und Schräubchen gewährt und schwierig zu reinigen ist - das Gegenteil von "rundem" und einfachem Design. Auch zugeklappt gibt es einen Nachteil: Da anders als bei einem herkömmlichen Laptop kein Deckel vorhanden ist, liegt der empfindlichere Touchscreen oben auf. Daher empfiehlt sich zum Aufbewahren und vor allem für den Transport eine gut gepolsterte Tasche. Schade, dass Sony trotz des hohen Preises von 1.199 Euro aufwärts nicht einmal eine Schutzhülle mitliefert.

Das Sony Vaio Duo 11 als Ultrabook: Knackiges Display, kleine Tastatur. Bild: onlinekosten.de

Zugeklappt wird das Gerät zum Tablet. Bild: Sony
... und das Ultrabook wird zum Tablet
Das Vaio Duo 11 fällt mit Maßen von rund 320 x 199 x 18 Millimetern und einem Gewicht von 1,3 Kilogramm mehr in die Kategorie der leichten Notebooks, bringt es doch etwa das Doppelte wie klassische Tablets auf die Waage. Das Übergewicht gleicht es aber mit üppiger Anschlussvielfalt wieder aus. Neben zwei USB-3.0-Schnittstellen, HDMI, einem analogen VGA-Ausgang (D-Sub), Audiobuchse und Kartenleser gibt es einen LAN-Port für Gigabit-Ethernet, WLAN, Bluetooth 4.0, GPS und NFC-Sensoren. Da wird sogar manches größere Ultrabook neidisch.
Seltsame Tasten-Anordnung
Einschalten lässt sich das Hybrid-Modell an der Seite, Tasten zum Verstellen der Lautstärke, Aussetzen der Bildschirmanpassung und Aufrufen eines Software-Assistenten hat Sony auf die Geräteunterseite verfrachtet. Als Laptop genutzt, stört das weniger, dann springen die F-Tasten ein. Für den Tablet-Modus wäre aber eine Platzierung an der Seite wünschenswert gewesen, denn um eine blinde Bedienung kommt der Nutzer so nicht herum.

Für die beengten Verhältnisse bringt das Duo 11 eine stattliche Port-Auswahl mit. Bild: onlinekosten.de
Die Displaydrehung zu sperren, ergibt besonders beim Laptop-Einsatz Sinn, denn bereits Umhertragen brachte das Gerät während unseres Tests dazu, die Windows-Oberfläche zwischendurch quer anzuzeigen. Ebenfalls unten sitzen die Lautsprecher, die bezogen auf die Gerätegröße einen im positiven Sinne überraschenden Klang erreichen.


