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Samstag, 24.11.2012 10:01

Lenovo IdeaPad S405 im Test: Rundes Paket, aber zu schwacher Akku

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Wollen die Hersteller ein Notebook als Ultrabook verkaufen, dann muss der mobile Rechner verschiedene Anforderungen erfüllen. Allen voran muss er von einem Intel Core-i-Prozessor angetrieben werden. Auch AMD möchte im Markt der schlanken Laptops mitmischen; beim US-Chip-Hersteller als Ultrathin bezeichnet. Wie die Ultrabooks werden die Geräte nicht nur mit ihrem schmalen Erscheinungsbild, sondern auch einer Akkulaufzeit beworben, die für einen Arbeitstag ausreicht – früher nicht gerade AMDs Stärke. Stemmen sollen das die aktuellen APUs, die Prozessoren mit zwei oder vier Kernen mit einer verhältnismäßig starken Grafikeinheit kombinieren. Im neuen Lenovo IdeaPad S405 steckt die derzeit zweitstärkste Notebook-APU, trotzdem fällt der Preis mit 499 Euro ausgesprochen moderat aus. Worin sich der 14-Zöller von einem Intel-Ultrabook unterscheidet und welchen Eindruck er in der Praxis hinterlässt, verrät unser Testbericht.

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Lenovo IdeaPad S405 Test - Inhalt

  • Seite 1: Aussehen, Verarbeitung, Maus und Tastatur, Schnittstellen
  • Seite 2: Display, technische Daten, CPU- und Grafikleistung
  • Seite 3: Akkulaufzeit, Sound, Fazit und Test-Tabelle

Lenovo stellte die neue IdeaPad S-Serie auf der IFA nicht als "Ultrathin", sondern als stärkere Alternative zum Netbook vor. Da die Geräte mit 13- oder 14-Zoll-Bildschirm doch schon allein wegen ihrer Größe in einer anderen Liga spielen, ist der Grund für diesen Vergleich wohl beim Preis zu suchen. Los geht es ab 449 Euro, von einem derart niedrigen Einstiegspreis können Ultrabook-Interessenten zurzeit nur träumen.

Optisch fast ein Ultrabook

Lenovo IdeaPad S405 Test
Lenovo bietet die IdeaPad S-Serie mit AMD- oder Intel-Prozessor an. Bild: onlinekosten.de

Das 337 x 241 Millimeter (mm) messende IdeaPad S405 ist mit einer Höhe von rund 22 mm gerade mal 1 mm "dicker" als 14-Zoll-Ultrabooks, die Intels Kriterienrahmen maximal ausreizen. Auch das Gewicht von 1,8 Kilogramm lässt den Laptop auf Augenhöhe mit den Intel-Rechnern stehen. Das Design hat sich die Serie teilweise von den Ultrabook-Geschwistern IdeaPad U310/U410 abgeschaut: Auch das S405 lockt mit den hübsch geformten Tasten, einem clean gestalteten Innenraum und einem großen Touchpad. Eine Tastaturbeleuchtung scheidet in dieser Preisklasse aus. Der Knopf seitlich des schicken Power-Schalters leiert eine System-Sicherung oder -Wiederherstellung an.

Hübsches Design, aber weiches Material

Lenovo IdeaPad S405 Testbericht - Design
Das IdeaPad S405 mit AMD A8-CPU kommt mit einem Mini-Netzteil. Bild: onlinekosten.de

Die Verarbeitung ist generell ganz ordentlich: Zwar besteht das wahlweise mattgraue oder rote Gehäuse aus Kunststoff, sieht aber dennoch hochwertig aus. Wer genauer hinschaut, wird jedoch feststellen, dass der Laptop keine sonderlich hohe Stabilität aufweist. Der Deckel ist alles andere als steif. Ein Schicksal, das das IdeaPad mit vielen aktuellen Laptops mit Kunststoff-Gehäuse teilt. Vor allem in Richtung der Scharniere lässt sich das Material biegen. Auf der Vorderseite fällt auf, dass der Deckel nicht gleichmäßig schließt. An den Rändern ist der Spalt zwischen Ober- unter Unterteil schmaler als in der Mitte – und außerdem rechts schmaler als links. Ferner scheint der Displayrahmen nicht wirklich kratzfest zu sein und die Tastatur ist in der Mitte eindrückbar. Auch die Handballenauflage gibt nach, wenn man sich mit etwas mehr Kraft am Touchpad zu schaffen macht. Doch in der Praxis merkt der Nutzer davon wenig und wird die Eingabegeräte als angenehm empfinden. Das Tippen geht trotz der verkleinerten Umschalttasten gut von den Händen und der rund 10 x 7,5 Zentimeter große Mausersatz lädt zu Mehrfingergesten ein – schön, da bereits Windows 8 installiert und kein Touchscreen vorhanden ist. Die Oberfläche ist nicht zu glatt und nicht zu rau.

Im Bereich der Schnittstellen zeigt sich das neue IdeaPad von seiner Subnotebook-Seite; soll heißen, die Auswahl ist solide, aber nicht überragend. Neben einem USB-3.0- und zwei USB-2.0-Ports geben die Gehäuseseiten eine Audiobuchse, einen ausklappbaren LAN-Anschluss, einen Kartenleser und einen HDMI-Ausgang her. Einen alternativen Monitor-Anschluss gibt es nicht, ebenso wenig ein optisches Laufwerk. Mit an Bord sind WLAN und Bluetooth.

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