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Dienstag, 20.11.2012 15:10

Aldi-Ultrabook im Test: Medion Akoya S4216 - der günstige Wandler

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Die Marke Ultrabook ist derzeit nicht der Inbegriff für preisgünstige Hardware: Den schlanken und leistungsstarken Laptops haftet vielmehr der Ruf an, teurer als ein dickerer Mobilrechner zu sein. Doch durch Kombinationen aus HDD und SSD statt ausschließlich teurem Flashspeicher lässt sich der Preis drücken. Die Ultrabooks in Subnotebook-Größe schaffen es damit, die 700-Euro-Grenze zu knacken. Unterhalb von 600 Euro wird die Luft aber dünn; nicht einmal eine Hand voll Exemplare sind derart günstig. Nun betritt ein weiterer Hersteller das Feld und will genau in diesem Preissegment Staub aufwirbeln: Medion. Der Anbieter tritt mit dem 14-Zoll-Ultrabook Akoya S4216 (MD99080) an, das ab dem 22. November ausschließlich bei Aldi Nord verkauft wird. Und die Ausstattung kann sich zu dem Preis sehen lassen. Unter anderem lässt sich das optische Laufwerk durch einen zweiten Akku ersetzen, der bereits mit dabei ist. Aber stimmt auch die Leistung? Wir haben das Aldi-Ultrabook getestet.

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Medion Akoya S4216 Test - Inhalt

  • Seite 1: Aussehen, Eingabegeräte und Schnittstellen
  • Seite 2: Lieferumfang, Display, Hardware und Leistung
  • Seite 3: Laufwerk und Zusatzakku, Laufzeit, Sound, Fazit und Test-Tabelle

Das Akoya S4216 wiegt 1,9 Kilogramm. Für ein Ultrabook klingt das zunächst viel, zumal die 13-Zoll-Riege etwa zwischen 1,1 und 1,5 Kilogramm pendelt. Wer sich in der gleichen Größenklasse umschaut, findet dort jedoch vergleichbare Angaben vor: Kaum ein 14-Zoll-Modell ist leichter als 1,8 Kilogramm, denn ein Maximalgewicht ist für die Ultrabooks nicht vorgeschrieben. Wohl aber die Dicke des Gehäuses; ab 14 Zoll darf sie 21 Millimeter nicht überschreiten. Das Akoya S4216 mit Maßen von 338 x 242 x 21 Millimetern erfüllt diese Vorgabe gerade noch.

Aldi Ultrabook Test
Aldi Ultrabook mit Windows 8 im Test: das Medion Akoya S4216. Bild: onlinekosten.de

Licht und Schatten bei der Optik

Steht die Akoya-Linie bei Desktop-PCs für schwarzen Hochglanz-Look, so kommen die Mobilrechner von Medion auch mal in Grau daher. Das trifft auch auf das S4216 zu. Für schickes Aussehen sorgen ein Gehäuse und eine Handballenauflage im gebürsteten Alu-Look. Fingerabdrücke sind auf der Oberfläche kaum sichtbar. Doch die Betonung liegt auf Aluminium-Design, tatsächlich wurde Kunststoff verwendet. Das merkt man vor allem daran, dass der Displaydeckel bei Druck ordentlich nachgibt. Das haben wir jedoch auch schon bei deutlich teureren Notebooks gesehen. Im Kontrast zur hübschen Außenhülle stehen die Umrandung der Tastatur und des Bildschirms. Hier wurde schwarzes Standard-Plastik verwendet, was immerhin matt ist, aber schon eher günstig aussieht. Die Verarbeitung kann unterm Strich keine volle Punktzahl abräumen, dazu fehlt es an der Liebe zum Detail: Das Medion-Logo unter dem Display ist nur aufgedruckt, der Bildschirm wippt bei Stößen an die Tischplatte hin und her, die Power-Taste aus transparentem Plastik schaut billig aus und die Tastatur sinkt beim Tippen stark nach unten ab, insbesondere in der Mitte.

Medion Akoya S4216 bei Aldi
Das Ultrabook von Medion mit Kunststoff-Gehäuse in Alu-Optik. Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Vor- und Nachteile der Eingabegeräte

Das Tastenfeld verfügt über einzeln eingesetzte Tasten, was Medion "Solid Keyboard" nennt. Obwohl die Stabilität nicht überzeugt, kann man darauf gut und zielsicher tippen. Nur sind die Pfeiltasten deutlich lauter als die übrigen Tasten, vor allem der Pfeil nach unten, der per Doppelbelegung auch als Pause/Start fungiert, fällt unangenehm aus der Reihe. Ähnlich zwiegespalten stehen wir dem Touchpad gegenüber. Da Medion den Kunden bereits das neue Windows 8 vorsetzt und dieses mangels Touchscreen per Tastatur und Maus bedient werden muss, gefällt es, dass das Touchpad mit rund 9 x 6,5 Zentimetern nicht zu klein geraten ist. Das kommt den Mehrfingergesten zugute. Das raue Material fällt ebenfalls unter die positiven Elemente. Was den guten ersten Eindruck stark stört, sind in erster Linie die Klicktasten; sie sind eindeutig zu schwergängig und lassen das Markieren von Text und Doppelklicken schlichtweg zur Qual werden. Hier bleibt zu hoffen, dass sie mit der Zeit leichter drückbar sind. Andernfalls weicht der Nutzer lieber auf das Antippen mit einem oder zwei Fingern aus. Als stockend empfanden wir das 2-Finger-Scrollen. Damit das Touchpad auf Anhieb anspringt, müssen die Finger mit leichtem Druck darüber streichen, flüchtiges Wischen wird nicht immer erkannt. Praktisch ist, dass mit drei Fingern im Browser vor- und zurückgesprungen und eine Anwendung nach Wahl gestartet werden kann.

Pluspunkt: Rundes Schnittstellenpaket

Spendabel zeigt sich Medion im Bereich der Anschlüsse: HDMI und analoges VGA (D-Sub) für einen Monitor oder Beamer, ein USB-Port des neuen und schnelleren Standards 3.0 und mit Ladefunktion, 2x USB 2.0, Schnittstellen für Mikrofon und Kopfhörer mitsamt SPDIF und ein Kartenleser bilden das Equipment. Die Ports liegen jeweils dicht beieinander, da sich die USB-Anschlüsse auf beide Seiten verteilen, ist das weniger tragisch. Ein Internet- oder Netzwerk-Zugang lässt sich per Gigabit LAN oder WLAN herstellen. Zudem wird Bluetooth unterstützt, um beispielsweise kabellose Eingabegeräte oder Lautsprecher anzuschließen. Drahtlos ließe sich auch ein Fernseher anschließen – über Intel Wireless Display (WiDi), wenn das TV-Gerät mitspielt und ein Adapter angeschafft wird.

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